Alpenveilchensorten
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Durch intensive Züchtungen sind sehr unterschiedliche Sorten entstanden: großblumige, gefülltblühende Exemplare in Maxi, Midi oder Mini und mit verschiedenen Blattzeichnungen. Die herzförmigen Blätter sitzen an langen Stielen und besitzen einen glatten, gewellten oder gezahnten Rand. Einige der kleinwachsenden Sorten duften sogar.
Alpenveilchen, mit botanischem Namen Cyclamen, werden im Herbst in reicher Auswahl im Handel angeboten. Bei diesen Pflanzen färben sich die Blüten umso intensiver, je niedriger die Temperatur liegt. Während das nicht winterharte Alpenveilchen Cyclamen persicum als Topfpflanze für das kühle Zimmer weit verbreitet ist, gibt es auch weniger bekannte Cyclamenarten, die im Garten wachsen können. Diese aparten Stauden sind ideal für halbschattige Gartenbereiche, zum Beispiel unter lichten Bäumen und Sträuchern. Mit Veilchen sind sie allerdings nicht verwandt, sie gehören zu den Primelgewächsen.
Ein typischer Frühjahrsblüher ist das Vorfrühlings-Alpenveilchen Cyclamen coum ssp. coum: Die Wildformen dieser Sammelart sind in einem großen Verbreitungsgebiet vom südosteuropäischen Raum bis in die Türkei und Kleinasien beheimatet. Cyclamen coum ssp. coum gilt als winterharter, daher unproblematischer Vertreter der Wildalpenveilchen: Die Pflanzen lieben einen windarmen beschatteten Platz unter Bäumen und Sträuchern. Die Erde sollte humos und gut wasserführend sein, Kalkhaltigkeit schadet nicht. Die Knollen werden 1o cm tief gepflanzt.
Das Frühlings-Alpenveilchen [Cyclamen coum] blüht ganz früh im Jahr: Die weißen, hellrosafarbenen oder roten Blüten entwickeln sich zusammen mit den Blättern im Februar oder März und bieten so schon gegen Ende des Winters frühlingshafte Impressionen. Alpenveilchen-Liebhaber finden in Staudengärtnereien auch Arten, die ihre Blütezeit im Sommer oder im Herbst haben: Cyclamen purpurascens [C. europaeum] entwickelt seine duftenden Blüten von Juni bis September.
Die winterharte, durch efeuartiges Laub charakterisierte Art Cyclamen hederifolium blüht von August bis in den September oder Oktober hinein: Gut angewachsene Pflanzen dieser Art sorgen unter passenden Bedingungen, dazu zählt ein sommertrockener Standort, sehr bald durch Selbstaussaat für rasche Vermehrung.
Bestimmte Züchtungen wie Midi-Typen mit besonders reichem Flor und weniger empfindlichen Einzelblüten haben sich für die Pflanzung in Gefäßen bewährt. Wie Versuche gezeigt haben, sind Pflanzen mit helleren Blütenfarben sonnenverträglicher als Exemplare mit dunklen Blütenfarben.

