Efeu
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lat. Hedera helix, Blühfarbe: Grüngelb, Blütezeit: September, Oktober
Robust und widerstandsfähig ist der kletternde und kriechende Efeu: Seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen ihn zu einer gefragten und populären Pflanze.
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[bearbeiten] Geschichte
Wie kaum eine andere Heilpflanze ist der Efeu mit der europäischen Kulturgeschichte verbunden: Er galt früher als Wahrzeichen des ewigen Lebens, als Symbol für Liebe und Treue. Bei den Ägyptern war er dem Osiris, im antiken Griechenland dem Dionysos geweiht; man verstand ihn als Hinweis auf die Präsenz des Gottes. Dichter bekränzte man mit Efeu, weil der Efeu auch eine heilige Pflanze der Musen war. Brautpaare erhielten Efeuzweige als Sinnbild ihrer immerwährenden Verbundenheit. Im frühen Christentum finden sich Efeuranken auf Sarkophagen, im Mittelalter schmücken sie Kirchen und Kathedralen, in Stein gehauen oder in Holz geschnitzt.
Das deutsche Wort Efeu geht wahrscheinlich auf einen alten altsächsischen Wortstamm ebah oder ifig zurück, was so viel wie 'Kletterer' heißt: Früh wurde der Wortstamm mit 'Heu' verbunden, althochdeutsch ep-höu oder ebe-höu, was 'Kletterlaub' bedeuten könnte. Der botanische Name Hedera helix leitet sich vermutlich von dem griechischen Begriff hedra [Sitz] ab, weil die Pflanze auf dem Baum 'sitzt'. Helix kommt vom griechischen Wort helissein [winden, drehen], denn der Efeu windet sich um den Baum herum. Bei den Griechen hieß der Efeu kissos, was 'Schlinge' bedeutet.
[bearbeiten] Efeu richtig einsetzen
[bearbeiten] Verschiedene Sorten
Der Efeu ist eine beliebte Pflanze für den Schattenbereich, doch eignen sich einige Sorten auch für die Sonnenseite: Vor allem buntlaubige Sorten benötigen Sonnenstrahlen, um ihre vielfältigen Farbschattierungen zu erhalten. Unter ihnen gilt die Sorte 'Goldheart' als widerstandsfähig und winterhart. Viele andere buntlaubige Vertreter sind nicht besonders freilandtauglich. Die Sorte 'Woerneri', deren Blätter sich im Winter violett verfärben, gilt unter den 'Grünen' als besonders frosthart. Die Vielfalt der Sorten hat schon bei manchem eine Sammelleidenschaft erweckt.
[bearbeiten] Efeu als Zimmerpflanze
Nicht winterharte Sorten eignen sich als Zimmerpflanzen: Allerdings sollten sie nicht in der dunkelsten Ecke ihr Leben fristen. In trockener, warmer Heizungsluft findet sich meist bald die Rote Spinne ein. Achten Sie deshalb auf ausreichend Luftfeuchtigkeit.
[bearbeiten] Fassadenkletterer und immergrüner Hausmantel
Unerschrockene Hausbesitzer schätzen den Efeu als selbst klimmenden Fassadenkletterer und immergrünen Hausmantel: Nach anfänglich langsamen Wachstum kann er bis in eine stattliche Höhe von 2o Meter gelangen. Allerdings verbinden sich seine Haftwurzeln schlecht mit weißem Putz, Beton, glatten Oberflächen und von der Sonne beschienenen Wänden.
Vorsicht ist vor allem bei schadhaftem Putz geboten: der Efeu sucht sich energisch einen Weg ins Mauerwerk und kann hier durch nachfolgendes Dickenwachstum Schaden anrichten. Auch Spalten unter Fensterbänken sowie zwischen Fensterrahmen und Wand sind vor seinem Eindringen nicht sicher.
[bearbeiten] Efeu als dichter Bodendecker
Gute Dienste leistet Efeu als dichter Bodendecker im Schatten und unter Bäumen: Die meisten Unkräuter werden von ihm unterdrückt. Auf Baumscheiben und als Hangbepflanzung sollte er ab und zu zurückgeschnitten werden.
[bearbeiten] Efeu als Balkon- und Kübelpflanze
Auch im Sortiment der Balkon- und Kübelpflanzen hat Efeu mittlerweile einen festen Platz inne: Als winterharte Pflanze schmückt er den herbst- und winterlichen Balkon und im Sommer ist Efeu als Blattschmuckpflanze für den schattigen Bereich nicht mehr weg zu denken.
[bearbeiten] Späte Blütezeit
Nach 5 bis 1o Jahren endet die Jugendphase von Efeu, das bedeutet, die drei- bis fünflappigen Jugendblätter weichen immer mehr den eher herzförmigen Altersblättern: Dann locken von Ende August bis Oktober in Dolden stehende, grünliche Blüten zahlreiche Insekten an. Während dieser späten Blütezeit dient das Gehölz als wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Den Früchten, die im Winter bis April reifen, kommt ebenfalls eine große ökologische Bedeutung zu. Für uns Menschen sind die schwarzen erbsengroßen Beeren zwar schwach giftig, Vögel benötigen sie aber gerade im Frühjahr als begehrtes Futter.
[bearbeiten] Efeu als Giftpflanze
Efeu kann für Menschen mit Allergien giftig sein: Wenn Gartenbesitzer im Herbst Efeu zurückschneiden, sollten sie ihre Haut schützen. Auch in der Gärtnerei sollten sich Kunden und Mitarbeiter mit empfindlicher Haut beim Umgang mit Efeu schützen. Efeu kann zu leidvollem Juckreiz der Haut führen. Efeu [Hedera helix] ist giftig, wird aber auch als Heilpflanze eingesetzt.
[bearbeiten] Sapoine
In den Blättern des Efeu sind bis fünf Prozent Sapoine [Hederin] enthalten, die Blüten und das Holz enthalten weniger: Der Saft von frischen Efeublättern kann Hautausschläge hervorrufen, daher sollten sich empfindliche Menschen beim Beschneiden der Pflanzen schützen.
[bearbeiten] Vergiftungserscheinungen
Der Verzehr von Beeren in kleineren Mengen oder Blättern in größeren Mengen kann vor allem bei Kindern zu Vergiftungserscheinungen mit der Folge von Durchfall, Erbrechen, Krämpfen führen.
[bearbeiten] Efeu als Heilpflanze
Als Heilpflanze kennt man Efeu schon seit der Antike: Hippokrates nutzte Wurzel, Blätter und Früchte innerlich und äußerlich. Dioskurides verwendete hingegen nur die Blüten und die jungen Sprosse. Heutzutage wird Efeu-Extrakt zum Beispiel bei Bronchitis eingesetzt.
[bearbeiten] Weblinks
- Efeu kann giftig sein bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Efeu richtig einsetzen bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)

