Fischteich
Fischteiche können neben Wasserpflanzen die verschiedensten Fische beherbergen. Das Füttern ist nicht notwendig und führt nur zu übermäßigem Nährstoffeintrag.
Ist der Teich für den Einzug der Fische vorbereitet, geht es an die Auswahl der Fischarten: Kleine, heimische Arten wie Bitterlinge und Moderlieschen haben den Vorteil, dass sie nicht zusätzlich gefüttert werden müssen.
Sie ernähren sich von Mückenlarven und anderen Kleinstlebewesen: Der Verzicht auf eine Zugabe von Futtermitteln begünstigt eine längerfristige Stabilität des Gleichgewichtes im Wasser , da keine zusätzlichen Nährstoffe in den Teich eingebracht werden.
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Wasseranalyse
Die erste goldene Regel: Kein Fischbesatz ohne vorherige Wasseranalyse! Einfache Tests, die der Teichbesitzer selber durchführt, messen bestimmte Wasserwerte allerdings ungenau und eine professionelle Analyse kann sehr hilfreich sein.
Liegen die Wasseranalyse und möglichst auch Fotos der Teichanlage vor, können Unternehmen wie re-natur qualifizierte Beratung leisten und ein Gesamtkonzept für den Teich erstellen, ohne dass Kosten für einen Ortstermin entstehen.
Mithilfe der im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen kann die Wasserqualität dann auf ein für die Fische optimales Niveau gebracht werden:
Wasseraustausch
Wer einen Teil des Wassers in seinem Gartenteich regelmäßig durch schon geeignetes oder entsprechend aufbereitetes Frischwasser austauscht, reduziert damit die Nährstoffbelastung und Keimkonzentration und leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Fische.
Insbesondere bei kleinen Teichen mit starkem Fischbesatz ist der Wasserwechsel besonders wichtig und könne im Frühjahr und Herbst gut mit der Grundreinigung durch einen Schlammsauger kombiniert werden.
Die Vorteile eines ganzheitlichen, fachkundigen Konzeptes für den Gartenteich mit Fischbesatz liegen laut Gluschke auf der Hand: Es sorgt dafür, dass der Teich mit einem moderaten Pflegeaufwand in einem ansprechenden optischen Zustand bleibt und sich die Fische in ihm wohlfühlen.
Wie viele Fische?
Doch wie viele Gartenteichfische sind überhaupt sinnvoll? Das hängt von Gartenteichgröße, Art und Umfang der Fütterung sowie der Antwort auf die Frage ab, ob der Gartenteichfreund Technik einsetzen möchte oder lieber nicht.
Arten
Naturnahe Arten
Solche Schwärme sind hübsch anzusehen, wenn sie durch das oberflächennahe Wasser ziehen. Allerdings sind diese so genannten Biotopfische eben auch naturfarben: Ihr dunkler Rücken ist ihre Tarnung – und schützt vor dem Fischreiher – oder der Katze.
Der Nachteil für uns Menschen: Wer Biotopfische im Gartenteich hält, muss schon genauer hinschauen. Allerdings bietet Mutter Natur hier ebenso Spielarten, wie etwa Goldorfen und Goldschleien.
Beide sind hellere so genannte Morphen, das bedeutet natürliche Spielarten ihrer Gattungen. Sogar Goldforellen gibt es.
Solche im Gartenteich besser erkennbaren Fischvarietäten sehen ihre Betrachter am Beckenrand umso lebhafter durchs Teichbecken ziehen. Dem Beobachter sind Glücksgefühle und Entspannung garantiert!
Goldfische und Koi
In China hat man schon vor Jahrhunderten damit begonnen, das Karottenorange und das Goldgelb der Karauschenvarietäten heraus zu züchten – und es entstand der Goldfisch.
Weil ihre Liebhaber sie in vergleichsweise flachen Bodenbecken hielten, war es erforderlich, dass die Fische ihre ganze Pracht nicht wie sonst von der Seite zeigen [wie in einem Aquarium mit seinen gläsernen Seitenwänden], sondern eben aus der Perspektive von oben.
So haben sich im Laufe von Jahrhunderten zahlreiche Spielarten der Goldfische entwickelt, bis hin zu Sarassa und Shubunkin. Koi sind mit Goldfischen übrigens nur mittelbar verwandt. Ihre Stammform ist der Karpfen, nicht die Karausche – erkennbar an den für Karpfen typischen zwei Barteln am Maul.
Fischfutter
Klassische Gartenteichfischen wie Goldfisch, Shubunkin oder Koi sollten mit hochwertigen Futtersorten Gefüttert werden. Diese sind für eine gute Überwinterung der Fische und ein stabiles Immunsystem von großer Bedeutung.
Bei der Wahl des Futters sollten Fischbesitzer darauf achten, dass alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung deklariert sind: Die alleinige Deklarierung von Rohproteinen, Rohfetten und Rohfasern ist für eine Bewertung der Qualität nicht ausreichend.
Bei der Fütterung von Fischen gilt wie in vielen Lebenslagen: Weniger ist mehr! Werden Fische überfüttert, führt dies mittelfristig zu einer rapiden Vermehrung der Population im Teich und zu einer starken Belastung des Wassers, die nur durch leistungsstarke Filtertechnik abgebaut werden kann.
Im Frühling
Im Frühling ist es zunächst einmal sinnvoll, proteinreiches und leicht verdauliches Fischfutter zu geben: So gewöhnt sich der Verdauungstrakt der Flossenträger umso leichter wieder an die regelmäßige Nahrungsaufnahme und deren Verdauung.
Zur Stärkung der gerade aus ihrer Winterruhe erwachten Gartenteichfische ist jetzt im Frühjahr vitaminreiches Fischfutter angezeigt. Dabei lohnt der Blick auf die Futterqualität!
Je besser und fischgerechter die Futterrezeptur, je höher damit die tatsächliche Nährstoffausbeute durch das Tier, desto geringer ist der übrig bleibende Nährstoffeintrag als negativer “Algendünger” in den Gartenteich.
Billigfutter ohne die erforderlichen Qualitätsstandards kann Gartenteichfischen und ihren Besitzern also durch die Hintertür teuer zu stehen kommen.
Nach der Klärung der sinnvollen Anzahl der Fische im Gartenteich, schließt sich nun noch die Frage nach geeigneten Arten an.