Frühling

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Park im Frühling

Frühling, das sind steigende Temperaturen und steigende Laune, das ist die Zeit, in der jeder Tag ein wenig wärmer wird und wo das Frühstück am besten draußen auf der Terrasse schmeckt, umgeben von den ersten Blüten und dem ersten Grün des Jahres. Dann - gleich nach dem Morgenkaffee - zieht es den ungeduldigen Gartenliebhaber in sein grünes Gartenreich.

Inhaltsverzeichnis

Frühlingsbeginn

Ja, wo bleibt er denn wieder, der Frühling?! Meteorologisch betrachtet sollte er, zumindest bei uns auf der Nordhalbkugel, pünktlich zum Monatsanfang März eintreffen. Der phänologische Frühling hält sich jedoch selten an diesen Termin. In der Phänologie läuten statt dessen die Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen in der Natur die Frühlingsphasen ein: Der Vorfrühling beginnt hiernach beispielsweise mit dem Erblühen der samtigen Weidenkätzchen der Salweide.

Der astronomische Start in den Frühling ist dagegen ein festes Datum, das man sich merken kann - er findet jedes Jahr um den 20. März statt: Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne senkrecht über dem Äquator und auf der ganzen Welt sind Tag und Nacht gleich lang. Bezeichnet wird dieser besondere Termin als Tagundnachtgleiche oder Äquinoktium.

Auf der Südhalbkugel markiert er den Herbstbeginn, während für uns auf der Nordhalbkugel an diesem Tag endlich der Frühling beginnt: Dieses interessante, weltweit gleichzeitig stattfindende Phänomen und die damit beginnende neue Jahreszeit sind mehr als gute Gründe zu feiern. Den ersten Tag des Frühlings begeht man am besten mit Frühlingsblumen: zum Beispiel mit einem großen Strauß Tulpen!

Verschenkt oder geschenkt bekommen: ein frischer, üppiger Strauß dieser farbenfrohen Glücksboten sollte an diesem wunderbaren Tag auf keinen Fall fehlen. Denn Tulpen sorgen für ein frühlingshaftes Hochgefühl und krönen den ersten Wendepunkt des Jahres! Ob farbharmonisch und romantisch Ton-in-Ton oder fröhlich bunt gemischt, nach einem frostigen und schneereichen Winter haben wir uns diese blumigen Stimmungsaufheller besonders verdient. Jetzt wird es bunt!

Vor allem wirkt sich das Mehr an natürlichem Sonnenlicht im Frühling positiv auf unsere seelische Balance aus: Licht kurbelt die Vitamin-D-Produktion in der Haut an, was die Stimmung hebt und die Muskelkraft fördert. Unweigerlich ziehen uns deshalb die ersten Frühlingssonnenstrahlen nach draußen. Hier macht uns jetzt auch das frische Grün - auf das wir den ganzen Winter verzichten mussten - glücklich. Jüngste Studien belegen, dass der bloße Anblick von Pflanzen eine entspannende und stressmindernde Wirkung für den Menschen hat.

Phänologischer Kalender

Ab April, spätestens im Mai erreicht der Frühling seinen Höhepunkt: Alle Laubgehölze zeigen sich wieder in ihrem grünen Kleid und viele Bäume, Sträucher und Stauden blühen. Nach dem Phänologischen Kalender ist damit der Vollfrühling erreicht. Der Phänologische Kalender richtet sich nicht nach festgelegten Daten, sondern orientiert sich an bestimmten, vom jahreszeitlichen Verlauf abhängigen Entwicklungen in der Natur.

Danach wird das Jahr in zehn Jahreszeiten eingeteilt, die von typischen Erscheinungen in der Pflanzenwelt gekennzeichnet sind: So gibt es einen Vor-, Erst- und Vollfrühling. Diese Einteilung gilt ähnlich auch für die anderen Jahreszeiten, nur der Winter ist nicht unterteilt. Der Vorfrühling beginnt mit dem Blühen von Schneeglöckchen und Haselnuss. Ein Merkmal des Erstfrühlings ist unter anderem die Blüte der Forsythien und früher Obstgehölze wie Kirschen und Pflaumen. Der Vollfrühling ist erreicht, wenn Flieder und Apfelbäume blühen und spät austreibende Laubgehölze wie die Eichen ihre Blätter entfalten.

Positive Wirkungen des Frühlings

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Nach dem langen Winter sehnen wir uns alle danach, endlich wieder Sonne und Wärme zu spüren und vor allem, wieder Farben zu sehen: Die ansteigenden Temperaturen der letzten Tage haben der Natur einen Schub gegeben und Lust auf mehr gemacht. Auch Peter Menke von der Stiftung Die grüne Stadt genießt den Frühling: "Das Erwachen der Natur lässt sich derzeit überall entdecken. Wer jetzt aufmerksam durch die Stadt geht, sieht den Austrieb vieler Bäume und erste Blumen, hört Vögel zwitschern oder Hummeln brummen und riecht den typischen Duft von früh blühenden Sträuchern wie Scheinhasel oder Schneeball. Das macht einfach gute Laune."

"Allein das Betrachten von Grün trägt bereits dazu bei, dass der Blutdruck sinkt, die Pulsfrequenz abnimmt und die Atmung ruhiger wird", berichtet Menke: "Wer darüber hinaus noch etwas für seinen Körper und seine Psyche tun möchte, sollte die Natur im Stadtwald oder Park nicht nur betrachten, sondern hier im Grünen sportlich aktiv werden." Denn: Egal ob Radfahren, Skaten oder Joggen - wer draußen Sport treibt, tut mehr für sich.

Nicht nur der Körper, vor allem die Psyche der Sporttreibenden soll stärker profitieren: Das berichtete 2010 das Fachblatt "Environmental Science and Technology". Daten aus verschiedenen Studien wurden verglichen und zeigten, dass Outdoor-Aktivitäten mit einem größeren Gewinn an Energie, Vitalität und positiver Einstellung einhergehen als Sport in Innenräumen. Außerdem werden Stress und seelische Belastungen stärker abgebaut.

Aber nicht nur optische Reize, auch solche, die wir über unsere Nase wahrnehmen, spielen für unsere Gefühlswelt eine ganz entscheidende Rolle: Und im Frühling gibt es draußen viel zu riechen. Die Intensität der Geruchswahrnehmung hängt von der Zahl der Duftmoleküle ab, die in der Luft herumschwirren. Je wärmer es wird, desto mehr Moleküle werden von der Natur freigesetzt. Der Duft des Frühlings sei bei den meisten Menschen mit positiven Erinnerungen verknüpft und wirke daher stimmungsaufheiternd und günstig auf das allgemeine Wohlbefinden, erklärte unlängst der Geruchsforscher Prof. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum.

Wer also etwas für seine Gesundheit und für sein Wohlbefinden tun möchte, sollte jetzt unbedingt so oft wie möglich das Haus verlassen und Ausflüge ins Grüne machen: "Das muss gar nicht mit viel Aufwand verbunden sein und eine lange Autofahrt ist dazu meist auch nicht notwendig", so Menke. "In den meisten Städten gibt es begrünte Erholungszonen. Beim Flanieren durch den Park, beim Joggen im Stadtwald, beim Besuch eines Friedhofs oder beim Toben mit Kindern auf dem Spielplatz - überall begegnet uns jetzt der Frühling und wir können die Natur beim Erwachen aus dem Winterschlaf beobachten. Der Frühling ist eine Jahreszeit voller Wunder, es gilt, sie zu entdecken - auch in Ihrer Stadt."

Gartenpflege

Jetzt ist Bewegung angesagt! Nichts lieber als das, locken doch die ersten Sonnenstrahlen verführerisch an die frische Luft und läuten die Pflanzzeit ein. Es gibt jetzt einiges zu tun, um dem Garten zu wahrer Pracht zu verhelfen. Endlich können dabei auch all' die Pläne umgesetzt werden, die Hobbygärtner voller Vorfreude in den Wintermonaten für ihren Garten geschmiedet haben. Also: Worauf noch warten, an den Spaten, in den Garten! Im Frühling ist Gartenpflege besonders wichtig, um den Pflanzen einen guten Start ins Gartenjahr zu ermöglichen.

Neues pflanzen und säen

Nachdem der Garten fit für das Frühjahr gemacht ist, darf endlich kräftig gepflanzt und gesät werden: Erste blühende Pflanzenschönheiten weisen bereits auf ihre künftige Farbkraft an den Lieblingsplätzen im Garten hin.

Frühlingsblüher

Eins zu null für den Frühling, der Winter hat ausgespielt: Die Sonne gewinnt zunehmend an Kraft, die Uhr ist auf Sommerzeit umgestellt und in den Gärten zeigt sich erstes frisches Grün und Frühlingsblumen sprießen aus der Erde.

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