Herbstpflanze

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Herbstpflanzen sind Pflanzen, die im Herbst blühen oder in dieser bunten Jahreszeit besonders schöne Merkmale aufweisen, wie Herbstfärbung oder eine interessante Blatt- oder Rindenstruktur.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Blumen

Es gibt viele Blumen, die den Gärtner auch im Herbst mit einer wundervollen Blütenpracht erfreuen.


[bearbeiten] Stauden

Auch viele Stauden können im Herbst mit wunderbaren Farben erfreuen.

[bearbeiten] Gräser und Gehölze

Erst im Herbst wechselt das kräftige Grün des Chinaschilfs über Gelb- und Weißtöne zu Rotbraun
Erst im Herbst wechselt das kräftige Grün des Chinaschilfs über Gelb- und Weißtöne zu Rotbraun

Auch Gräser und Gehölze beteiligen sich mit aller Macht am Feuerwerk der Farben: Im Herbst vergilben viele grüne Ziergräser wie Japansegge, Pampas- und Pfeifergras und leuchten im Gegenlicht der niedriger stehenden Sonne in wunderschönen Gelbtönen. Das Blutgras bietet vom Austrieb bis in den Herbst tiefrotes Laub. Einen absoluten Höhepunkt bildet die Kupferhirse: Sie erinnert mit ihrer Erscheinung an züngelnde Flammen, wenn sich ab August ihre langen, schmalen Blätter von den Spitzen her feurig kupferrot färben.


[bearbeiten] Gräser

Viele Gräser verfärben sich im Herbst und sorgen dann für Farbe im Garten.

[bearbeiten] Sträucher

Für die Wintermonate sollten allerdings einzelne immergrüne und winterharte Zwerggehölze im Topfgarten nicht fehlen: Scheinbeere [Gaultheria] und Torfmyrte [Pernettya] sind ideal für kleine Pflanzgefäße, denn sie bleiben kompakt und behalten den ganzen Winter ihr Laub und die schmückenden Beeren. Die Skimmie [Skimmia] ist ein Kleinstrauch, den man gut in einen größeren Topf oder Kübel pflanzen kann. Sie trägt im Herbst und Winter ihr immergrünes Laub und dazu dekorative purpurrote Blütenknospen oder rote Beeren.

Viele sommergrüne Gehölze, wie der Amberbaum [Liquidambar] und der Eisenholzbaum [Parrotia], verabschieden sich mit einem fulminanten Auftritt in die Winterruhe und bieten ein fantastisches Farbenspiel. Flammendes Herbstlaub und rötliche Zweige sind dann die Merkmale, mit denen Gehölze wie zum Beispiel der Fächer- oder Feuer-Ahorn, der Japan-Ahorn, der Japan-Schneeball oder der Korkflügelstrauch bewundernde Blicke auf sich ziehen. Mit ihrem rot-orangefarbenen Fruchtschmuck bringen Feuerdorn und Stechpalme noch bis in den Winter hinein leuchtende Farbe in die Gartenlandschaft.

Auch eine andere, bisher wenig bekannte Pflanze bringt Farbe in den Herbst: Die Schönfrucht [Callicarpa] beeindruckt in dieser Jahreszeit mit glänzend violetten Beerenfrüchten. Die nur etwa 4 mm großen Beeren sind ungenießbar, aber sehr dekorativ. Sie reifen von Oktober bis Dezember und schmücken die Pflanze bis weit in den Winter hinein. Die Beeren erinnern wegen ihres Aussehens an die aus Kindertagen vertrauten Liebesperlen. Deshalb wird die Schönfrucht auch als 'Liebesperlenstrauch' bezeichnet. Fruchtmyrten [Pernettya mucronata] sind kleine, langsam wachsende Sträucher.

Das Geflügelte Pfaffenhütchen [Euonymus alatus] hat ebenfalls markante Korkleisten und beeindruckt mit leuchtend roter Herbstfärbung: Dieser robuste Strauch wird bis etwa 3 Meter hoch. Für einen Indian Summer in kleinen Gärten und auf Balkon und Terrasse eignet sich die bis einen Meter hohe Sorte 'Compactus'. Auch der bisher kaum bekannte Eisenholzbaum - botanisch Parrotia persica - hat eine großartige Herbstfärbung. Er bevorzugt wie der Amberbaum zwar warme Standorte, ist aber ebenfalls winterhart und bietet großartige Farben, wenn der Garten in sein Finale geht: Die etwas ledrig anmutenden Blätter sind im Sommer dunkelgrün und färben sich im Herbst, wenn der Baum an einem sonnigen Standort steht, von Gelb oder feurigem Orange bis hin zu dunklem, fast violettem Rot.

[bearbeiten] Nadelgehölze

Eiben bilden gerade im Herbst mit ihren roten Beeren einen hübschen Blickfang.
Eiben bilden gerade im Herbst mit ihren roten Beeren einen hübschen Blickfang.

Nadelgehölze sind auf Grund ihrer Formen- und Farbenvielfalt besonders empfehlenswert für Gärten, die dem Auge auch in der kalten Jahreszeit Abwechslung bieten. Ihr Formenreichtum ist unerschöpflich und umfasst kleine, von Natur aus runde Formen genauso wie bodendeckende oder schlanke, säulenförmig wachsende Sorten, die wie ein Ausrufezeichen im Garten stehen. Vor allem bei den Eiben, Scheinzypressen und Wacholdern finden sich gelbnadelige Sorten, die in der dunklen Jahreszeit zu hellen Lichtblicken im Garten werden.

Auch die verschiedenen Grün- und Blautöne bei den Nadelgehölzen bieten viele gestalterische Möglichkeiten. Die unterschiedlichen Wuchsformen sind ebenfalls ein wertvolles Gestaltungsmittel, denn durch die Kombination von aufrechten und in die Breite wachsenden Sorten oder kompakten und lockeren Wuchsformen können spannungsreiche Pflanzenensembles entstehen. Einige Laubgehölze wie zum Beispiel der Kirschlorbeer sind immergrün und verleihen dem Garten im Winter Struktur. Manche wie die Stechpalme [Ilex] oder der Buchsbaum lassen sich sogar sehr gut in Form schneiden und werden dadurch zu besonderen, ganzjährig attraktiven Schmuckstücken.

Auch manche Nadelbäume verändern im Herbst ihre Farbe: Während die meisten Nadelgehölze immergrün sind, hat die Sumpfzypresse [Taxodium] sommergrüne Nadeln, das heißt, sie wirft ihr Laub vor dem Winter ab. Die Nadeln sind im Austrieb frischgrün, im Herbst leuchten sie rotbraun. Dieser außergewöhnliche Baum gedeiht gut auf feuchten bis nassen Böden, zum Beispiel am Rande eines Teiches.

[bearbeiten] Hecken

Es kann auch eine ganze Hecke sein, die mit ihren glühenden Herbstfarben dazu beiträgt, dass sich der Garten zum Ende der Saison noch einmal in Höchstform zeigt: Die Blätter der Hecken-Berberitze [Berberis thunbergii] färben sich intensiv scharlachrot. Die Farbwirkung wird durch ihre korallenroten Früchte noch verstärkt. Sie bleiben auch nach dem herbstlichen Laubfall am Strauch und schmücken ihn bis in den Winter hinein. Die dicht verzweigte, etwa mannshohe Berberitze 'Red Jewel' bietet mit ihren langen Dornen sehr guten Schutz und macht ihrem Namen alle Ehre: Sie hat glänzende, purpurrote Blätter, die im Herbst besonders intensiv leuchten.

[bearbeiten] Balkonkasten

Nachdem die Sommerblumen aus den Blumenkästen und Schalen entfernt wurden, muss es nicht trostlos aussehen auf Balkon, Terrasse oder am Hauseingang. Gärtnereien und Gartencenter bieten viele Pflanzen, die im Herbst Farbe in die Kästen bringen können.

[bearbeiten] Klassiker

Allen voran die klassischen Herbstblüher, wie Chrysanthemen in Weiß, Gold-, Bronze-, Rot- und Violetttönen, Eriken und Callunen in Weiß, Rosa- und Violettönen oder Stiefmütterchen [Viola]. Aber auch Astern, Hornveilchen und Alpenveilchen in verschiedenen Weiß-, Rot-, Rosa- und Violetttönen eignen sich für die Bepflanzung von Kästen. Besonders hübsch sehen die blühenden Pflanzen aus, wenn man sie mit Gräsern, kleinwüchsigen Koniferen und Ministräuchern, Strauchveronika, Stauden, Farne und Efeu, mixt.

[bearbeiten] Zierfrüchte und -laub

Mit roten Beeren glänzen Skimmie [Skimmia], Torfmyrthe [Pernettya] und die Scheinbeere [Gaultheria]: Orangefarbene Leuchtzeichen geben Feuerdorn [Pyracantha], Zierpaprika [Capsicum] und Korallenstrauch [Solanum]. Eine farbkräftige Herbstdekoration lässt sich außerdem mit orangeroten Lampionfrüchten [Physalis], bunten Kürbissen und Hagebutten arrangieren.

Auch das Laub bekennt zu dieser Jahreszeit Farbe: Unschlagbar auf Balkon und Terrasse ist der Buntgünsel [Ajuga], dessen Blattfarbe bei Kälte noch intensiver wird. Gut geeignet für Kübel und Töpfe ist auch das Purpurglöckchen [Heuchera], das je nach Sorte gelborange, grünrot oder dunkel violettrot gefärbt ist. Etwas aus der herbstlichen Balkonkasten-Reihe tanzen die bunten Blattrosetten des Zierkohls [Brassica]. Sie sind mehr Augen- als Gaumenschmaus und lassen sich auf dem Balkon ganz unkonventionell mit Glockenheide [Erica] und Chrysanthemen kombinieren.


[bearbeiten] Zwiebelblumen

Wer bis zum nächsten Frühjahr denkt, pflanzt gleich noch Blumenzwiebeln wie beispielsweise niedrige Tulpen, Narzissen, Anemonen, Krokusse oder Schneeglöckchen in die Kästen. Dann hat man schon im Frühjahr einen frischen Blütenschub im Kasten. Für den Topfgarten eignet sich die so genannte Lasagnemethode. Sie sorgt für viel Blüte auf kleinem Raum. Die Blumenzwiebeln werden im Topf einfach in Schichten übereinander gelegt, jeweils durch eine Erdschicht getrennt. Für die unteren Lagen eignen sich beispielsweise Tulpen und Narzissen. Frühblühende kleine Zwiebeln wie Krokusse oder Zwergiris werden in die obere Schicht gepflanzt.

[bearbeiten] Pflanzung

Kästen für die Herbstbepflanzung sollten möglichst breit und tief sein: Je größer der Kasten, desto besser sind die Wurzeln der Pflanzen gegen Frost geschützt. Dünger ist über Winter nicht erforderlich, weil die Pflanzen nur sehr wenige Nährstoffe verbrauchen und der Vorrat in frischer Blumenerde ausreicht. Zumindest bis zu den ersten starken Frösten blühen Chrysanthemen und Alpenveilchen üppig: Alle anderen Pflanzen sind winterhart und schmücken bis zur nächsten Sommerbepflanzung Balkon und Terrasse.

Im Gegensatz zur Sommerbepflanzung kann jetzt enger gepflanzt werden, da es im Winter kaum Zuwachs gibt. Solange es nicht friert, muss auf jeden Fall gegossen werden, damit die Pflanzen nicht vertrocknen.

[bearbeiten] Weblinks

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