Kategorie:Gartenkalender Oktober

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Gartenkalender Oktober verzeichnet Gartenarbeiten, die im Oktober anfallen. Arbeiten, die im vorigen Monat anfielen, findet man unter Gartenkalender September, Arbeiten im nächsten Monat hingegen bei Gartenkalender November.- Bevor der Gartenfreund seinen Garten im Oktober in voller Schönheit genießen kann, wartet die Gartenarbeit auf ihn: Aber es ist ja nicht so, als sei es nur Arbeit, sie bietet doch Ablenkung vom Alltag und zeigt neue Blickwinkel im Garten auf, sodass durch sie der erste Schritt zur Entspannung erfolgt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Regelmäßige Arbeiten

  • Boden lockern
Bevor der Gartenfreund mit der Lockerung des Bodens beginnt, sollte sichergestellt sein, dass die Pflanzfläche frei von Wild- oder Unkräutern ist, damit sich vor allem die Wurzelunkräuter nach der Bodenbearbeitung nicht sprunghaft ausbreiten. Die Bodenlockerung wirkt zum einen der Verdichtung des Bodens entgegen und erhöht zum anderen das Speichervermögen des Bodens an Wasser und Nährstoffen. Darüber hinaus verleiht sie der Pflanzfläche den letzten optischen Schliff. Allerdings sollte bei der Bodenlockerung darauf geachtet werden, dass um die Pflanzen einige Zentimeter nicht bearbeitet werden, damit das Wurzelwerk der Pflanzen geschont wird und die Pflanzen nicht unter der Bodenbearbeitung leiden.
  • Gehölze und Stauden ausputzen
Beim Ausputzen der Stauden und Gehölze werden die verblühten Blüten aus den Pflanzen entfernt. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen Energie für die Bildung der Samen aufwenden. Weiterhin regt es Pflanze dazu an, weitere Blüten zu bilden. Jedoch gibt es hierzu zwei Standpunkte, diese lassen sich leicht am Beispiel der Rosen verdeutlichen. Die Rosen bilden wunderschöne Blüten aus, sowie eine Frucht, die im Herbst und Winter einen schönen Orange- bis Rotton annimmt, wodurch die Rosen in dieser Jahreszeit mit einem weiteren Blickfang aufwarten.
  • Heckenschnitt im Spätsommer
Da die Hauptwachstumsphase der Pflanzen im Frühjahr und Sommer liegt, sollte im Spätsommer noch ein letzter Heckenschnitt erfolgen. Hierbei sollte jedoch nur noch der Zuwuchs des Sommers zurück geschnitten werden. Es handelt sich meistens nur um eine geringe Schnittmenge, welche jedoch viel zum Erscheinungsbild der gesamten Pflanzung beiträgt. So trägt eine akkurat geschnittene Hecke dazu bei, dass die Pflanzung immer sauber und ordentlich wirkt und das Augenmerk auf die Blütenpracht der Staudenpflanzung lenkt.
  • Laubrechen
Gerade im Spätsommer und Herbst kommt der Gartenfreund noch einmal richtig ins Schwitzen und zwar beim Laubrechen. Zwar sieht das erste gefallende Laub sehr dekorativ in der Pflanzung und den Rasenflächen aus und weckt auch bei dem ein oder andern manche Kindheitserinnerung, doch mindestens von den Rasenfläche sollte das Laub entfernt werden. Ihr Rasen wird es Ihnen auf seine Art danken. In den Beetflächen kann oder sollte das Laub über den Winter geduldet werden, da es im Winter eine isolierende Wirkung hat und so die Pflanzen vor starkem Frost schützen kann. Aus optischen Gründen, und da das Laub von Schaderregern zum Überwintern genutzt werden kann, spricht einiges dafür, die Pflanzflächen im Herbst vom Laub zu befreien. Spätestens im Frühjahr sollte das Laub aus der Pflanzung entfernt werden, damit die Pflanzung ansprechend wirkt.
  • Rasenpflege
Zur Rasenpflege gehört nicht nur der regelmäßige Schnitt der Rasenfläche sondern auch das Düngen und das Vertikutieren der Rasenfläche. Bei einer Düngung im Oktober sollte darauf geachtet werden, dass nur eine geringe Düngergabe erfolgt, so dass der Dünger im Herbst nicht ausgewaschen wird. Wenn im Oktober vertikutiert wird, muss vor dem Vertikutieren ein Rasenschnitt erfolgen, damit der Rasen nicht durch diesen Vorgang geschädigt wird. Zusätzlich sollte zuvor geprüft werden, wie stark der Rasen vergreist ist. Für die Freunde des formellen Gartens, für den eine Rasenfläche nur aus Rasen bestehen darf, kommt hier jedoch noch die Wildkrautbekämpfung hinzu. Diese kann zum einen auf manuelle Weise erfolgen oder durch den Einsatz von selektiven Unkrautvernichtungsmitteln.
  • Unkrautzupfen
Beim Unkrautzupfen ist größte Sorgfalt geboten. So sollte hierbei nicht nur das Unkraut gezupft, sondern berücksichtigt werden, dass Samenunkräuter zwar häufiger und schneller in den Pflanzflächen aufkommen, doch Wurzelunkräuter wesentlich schwerer aus der Pflanzung entfernt werden können. Hier ist die Wahl des richtigen Werkzuges von wesentlicher Bedeutung.

[bearbeiten] Unregelmäßige Arbeiten

- Jeder, der einen Garten besitzt, weiß, dass die Witterung nie so ist, wie sie sein sollte, damit der Garten sich so entwickelt, wie man es geplant hat. Vor allem auf Standorten, die eine geringe Bodenmächtigkeit haben oder sich auf einem sehr schweren Boden befinden, fordert die Witterung schnell einen ersten Tribut. Gerade in den Sommermonaten Juni, Juli, August und September sollte nach mehren heißen Tagen, an denen es keinen Niederschlag gab, darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht vertrocknen. Hier bleibt dem Gartenfreund nichts anderes übrig, als seine Pflanzen zu wässern. Diese Arbeit erfordert ein gesundes Augenmaß und ist sehr stark von dem Standort, der Lage und der Bepflanzung abhängig. Zur Erleichterung dieser Arbeit können um die Pflanzen in wenigen Dezimetern Radius Gießränder im Boden ausgezogen werden.
Die zweite Jahreshälfte im Gartenjahr wird eingeläutet. Die Topfbepflanzung ist schon fast verblüht. So sollte der Gartenfreund in seinen Gedanken bereits bei der Bepflanzung der Töpfe für den Herbst sein. So können einjährige Stauden zu Ende des Jahres ein wunderschöner Blickfang sein und den Garten um einige Farbkleckse bereichern.
Für die Umsetzung der geplanten Veränderungen im Garten bieten sich vor allem die Monate Mai bis September an. Es ist ja nicht so, dass der Gartenfreund zu dieser Zeit nicht schon genug zu tun hat. Aber für Erd- und Steinarbeiten ist es der richtige Zeitpunkt, da das Wetter in diesen Monaten eine gute Bearbeitbarkeit der meisten Böden ermöglicht.
- Mulchen – Gartenarbeit leicht gemacht? Außer Frage steht, dass ein gemulchtes Beet stets einen gepflegten Eindruck vermittelt. Die Mulchauflage sollte zwischen 5 und 10 Zentimetern betragen. Die Mulchauflage wirkt sich positiv auf den Boden aus, indem sie das Aufkommen von unerwünschtem Begleitwuchs und die Verdichtung des Bodens vermindert, sie reduziert die Erosion sowie die Verdunstung von Wasser und gleicht die großen Temperaturschwankungen an der Bodenoberfläche aus. So entsteht ein ausgeglicheneres Bodenklima, welches Ihnen die Pflanzen danken. Allerdings sollte vor dem Mulchen bedacht werden, dass dies auch zu Problemen führen kann. So kommt es beim Mulchen mit Rindenmulch durch die Zersetzung der Rinde, da sie meinst von Nadelgehölzen stammt, zu einer Senkung des PH-Wertes. Dies verursacht im Boden eine Verschiebung der Nährstofflöslichkeit. Bei Pflanzen wie Rhododendron oder Azaleen kann dies gewünscht sein. Bei Pflanzen, die auf einen neutralen Standort angewiesen sind, kommt es zu einer Schwächung der Pflanze. Aus diesem Grund sollte vor dem Mulchen eine Kalkgabe erfolgen. Sie sollte jedoch nicht mehr wie 20 Gramm je Quadratmeter betragen. Wem nun das Erscheinungsbild von Rindenmulch zu grob ist, der kann zum Mulchen auch auf Kompost zurückgreifen. Das Ergebnis des Mulchens überzeugt jeden Betrachter, doch leider verringert diese Art des Mulchens nicht das Aufkommen von Wildkräutern .
  • Obstholzschnitt
Im Allgemeinen sollte beim Obstholzschnitt nur 1/3 des einjährigen, 1/3 des zweijährigen und 1/3 des alten Holzes entfernt werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Obstgehölz während der nächsten Austriebsperiode keine senkrechten Triebe ausbildet, die aus der Überschussversorgung mit Nährstoffen entstehen. Im Gegensatz zum Pflegeschnitt an Ziergehölzen erfolgt der Schnitt unter Berücksichtigung der speziellen Anforderung jeder Art oder Gattung im Sommer. Dies geschieht, damit die Obstgehölze im Übergang des Sommers zum Herbst ihre Blütenknospen ausbilden. Erfolgt der Schnitt der Obstgehölze erst im Herbst, würde durch diesen Schnitt ein größerer Teil der Blütenknospen aus dem Gehölz entfernt. Im folgenden Jahr würde das Gehölz nach einem solchen Schnitt kaum fruchten. Beim Schnitt der Obstgehölze ist darauf zu achten, dass die jeweilige Kronenform erhalten bleibt, sodass waagerechte Triebe gefördert werden beziehungsweise waagerecht verlaufende Ersatztriebe für die derzeitigen Fruchttriebe gezogen werden.
- Die ersten Stauden, wie die Jungfer im Grün, die Akelei oder auch die Sonnenblume, sind schon zur Samenreife gekommen. Es bietet sich daher für den Gartenfreund an, die Samen einzusammeln und zu trocknen, damit diese gezielt im nächsten Frühjahr ausgebracht werden können. Hierdurch wird zum einen der Charakter der Pflanzung beibehalten und zum andern können so individuelle Farbakzente gesetzt werden.
- Je nach Intensität des Befalls der Pflanzung mit Schädlingen sollte abgewogen werden, welche Maßnahmen ergriffen werden. So kann ein leichter Befall mit Schädlingen toleriert werden. Bei stärkerem Befall der Pflanzung empfiehlt es sich, gezielt nach einem Mittel gegen den Schädling zu suchen. Hierbei muss es nicht immer die Chemiekeule sein, es können auch biologische Mittel sein, die Abhilfe schaffen können.

[bearbeiten] Blütenfreuden im Oktober

  • Pampasgras
Mit den Pampasgras kommt das zweite Gras zur Blüte. Je nach Witterung hat es mit seiner Blüte auch schon im Vormonat begonnen. Wie schon das Chinaschilf eignet es sich gut zur Strukturierung von gehölzarmen Pflanzungen. Im Gegensatz zum Chinaschilf bildet das Pampasgras wunderschöne matt weiße endständige federartige Blütenrispen aus, die mit ihrer Höhe von ca. 200 Zentimetern sehr beeindruckend sind, auch in solitären Situationen voll zur Geltung kommen und einen schönen Farbakzent zum Laub bilden.
  • Asta Dumosus Hybriden
Die Astern begleiten den Gärtner fast das ganze Jahr hindurch. Doch gerade im etwas blütenärmeren Monat Oktober bekommt die Gruppe der Asta Dumosus Hybrid Gruppe eine besondere Bedeutung, da sie mit ihren zahlreichen Blüten zu Jahresende dem Garten frische Farben verleihen kann. Die Aster Dumosus Hybridgruppe bevorzug im Allgemeinen die frische Freifläche oder frische Beetpflanzung. Da die Aster selbst erst spät zu Blüte kommt, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht direkt zu Beginn der Pflanzung verwendet wird.
Nachdem alle Vertreter der Familie der Silberkerzen schön über das Jahr verteilt zur Blüte gekommen sind, läuten die Purpursilberkerzen mit ihren purpurbraunweißen Blüten und die schneeweißen Oktobersilberkerzen das Ende des Gartenjahres ein. Die Silberkerze ist ein Beispiel für eine Leitstaude, die die erste Hälfte des Jahres dazu benötigt, ihre volle Schönheit zu entfalten. Nach dem sie ihre Blüte entfaltet hat, zieht sie den Betrachter in ihren Bann. Mit ihrer Wuchshöhe von 130 bis zu 200 cm und den weit darüber hinausreichenden kerzenartigen Blüten wirkt sie fast wie eine Lobpreisung und Erinnerung an den Sommer.

[bearbeiten] Mehr im Wiki

In nachfolgend aufgeführten Unterkategorien und Seiten des Gartenwikis finden sich zusätzliche Informationen, die bei den saisonal erforderlichen Arbeiten weiterhelfen:


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