Knollengewächs
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Knollengewächse sind krautige Pflanzen mit unterirdischen Speicherorganen. Anders als Zwiebeln sind Knollen ungleichmäßig geformt. Sie werden aus gärtnerischer Sicht nicht zu den Stauden gerechnet, obwohl sie botanisch gesehen dazu gehören. Blütezeit für Knollengewächse ist meist der Sommer und Herbst. Im Gegensatz zu den Zwiebelblumen vertragen die meisten Vertreter dieser Gruppe keinen Frost oder nur geringe Minusgrade.
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[bearbeiten] Überwinterung
[bearbeiten] Winterharte Knollengewächse
Krokusse sind völlig winterhart: Sie können, einmal gepflanzt, draußen bleiben. Deshalb eignen sie sich auch sehr gut zum verwildern im Rasen.
Anemone, Ranunkel und Montbretie können, zu mindest in milden Lagen, ebenfalls im Garten bleiben. Es empfiehlt sich jedoch als Winterschutz Laub auf zu schütten.
Alle anderen müssen - je nach Empfindlichkeit - bereits vor dem ersten Frost oder spätestens direkt danach ins Winterquartier: Dies ist in manchen Gegenden bereits Ende Oktober der Fall, während es in anderen Gebieten noch bis in den Dezember frostfrei bleibt. Ausgegraben wird grundsätzlich immer mit der Grabegabel, da beim Graben mit dem Spaten die Knollen zu leicht verletzt werden können.
[bearbeiten] Knollenbegonien
Knollenbegonien sind besonders frühzeitig einzuwintern, da bei ihnen die Gefahr besteht, dass das Laub, soweit es noch nicht abgetrocknet ist, abfriert: Man nimmt die Pflanzen rechtzeitig vor den ersten Frösten mit ihrem Ballen aus dem Boden und bringt sie zum überwintern in einen kühlen Raum [circa 1o Grad Celsius]. Dort stellt man sie dicht nebeneinander, um sie vor dem völligen Austrocknen zu schützen. Nach etwa vier Wochen sind die Pflanzen soweit abgetrocknet, dass man die trockenen Stängel, Wurzeln und Blätter entfernen kann. Dann lagert man die Knollen in Torf.
[bearbeiten] Dahlien
Dahlien können bis nach dem ersten leichten Frost draußen bleiben: Dann schneidet man sie eine Handbreit über dem Boden ab und entfernt die erfrorenen Stiele. Man gräbt man die Knollen aus, schüttelt die lockere Erde ab und überwintert sie bei 5 Grad Celsius in einer Kiste mit Torf.
[bearbeiten] Canna
Canna [indisches Blumenrohr] schneidet man circa 1o Zentimeter über dem Boden ab und setzt sie ebenfalls in eine Kiste mit Torf: Sie benötigen Temperaturen von etwa 8 bis 15 Grad Celsius zur Überwinterung. Bei relativ warmer Lagerung muss man gelegentlich die Erde etwas anfeuchten, damit das Rhizom nicht völlig austrocknet. Alternativ kann man die Canna wie eine Zimmerpflanze behandeln.
[bearbeiten] Gladiolen und Freesien
Gladiolen und Freesien werden, bevor der Boden gefriert, ausgegraben: Man bewahrt sie luftig und kühl [etwa 8 bis 12 Grad Celsius] auf und gibt sie dazu zum Beispiel in gelochte Plastikbeutel oder Kartoffelnetze oder legt sie, gut abgetrocknet, in einen Karton. Da Freesien allerdings nicht sicher im nächsten Jahr wieder blühen, ist ein Neukauf von Knollen meist sinnvoller.
[bearbeiten] Weblinks
- Knollengewächse überwintern bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)

