Kraut
Sie sind krautige, also nichtverholzende, meist ein- und zweijährige Pflanzen. Viele Pflanzen dieser Art sind vor allem als Küchenkräuter oder Heilkräuter bekannt. Unter den Kräutern gibt es auch einige giftige, zum Beispiel das Jakobskreuzkraut.
Pflanzen sind wahre Schatzkammern: Sie bilden ätherische Öle, Alkaloide, Glykoside, seltene Fettsäuren und vieles andere mehr. Dabei ist das Potenzial wirksamer Inhaltsstoffe noch lange nicht ausgeschöpft. Forschung und Produktentwicklung gehen weiter.
Pflanzeninhaltsstoffe werden als nachwachsende Rohstoffe in immer größerem Umfang verwendet: in Arzneimitteln, Kosmetika, Reinigungsmitteln für Haushalt und Industrie, in Mitteln für die Veterinärmedizin, in Pflanzenstärkungsmitteln, in Mitteln für Wellness, Nahrung und Genuss. Da- her sind Pflanzeninhaltsstoffe ein wichtiges Wirtschaftsgut. Mit ihnen werden hohe Umsätze erzielt. Das Marktvolumen lag 2007 allein bei Arznei- und Gewürzpflanzen weltweit bei rund US$ 83 Mrd.
Pfefferminze und Kamille gehören zu den wichtigsten angebauten heimischen Kräutern. Auch Zitronenmelisse, Baldrian und Thymian sind für den heimischen Kräuteranbau wichtig.
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Geschichte der Kräuter
Die Geschichte der Kräuter ist eine lange, denn sie blicken auf eine lange Tradition zurück. Gartenkresse war beispielsweise schon im alten Ägypten, aber auch bei den Griechen und Römern bekannt.
Küchenkräuter
Zu den essbaren Kräutern zählt unter anderem das Basilikum. Küchenkräuter sind vielseitig zu verwenden für Salate, Suppen und Soßen, Fleisch- und Fischgerichte, Kartoffel- und Eierspeisen, Gemüsegerichte und zur Aromatisierung von Essigen und Ölen.
Im Zimmer
Voraussetzungen für den Kräuteranbau im Zimmer sind ein helles Fensterbrett und ausreichende Feuchtigkeit: Der mobile Kräutergarten hat nach etwa zwölf Wochen eine Größe erreicht, bei der man Blätter und Triebe fortlaufend schneiden kann.
Heilkräuter
Heilkräuter haben eine lindernde und heilende Wirkung. Einige Kräuter wie Lavendel oder auch einige Wildkräuter helfen zum Beispiel gegen Mückenstiche. Die Kräuter, die bei Mückenstichen den Juckreiz lindern, helfen auch nach ungewollten Kontakten mit Ameisen und Brennnesseln.
Kräuter als gestalterisches Element
Die Zierwirkung verschiedener Kräuterarten ist beachtlich. Ihre unterschiedlichen Blattformen und -farben wirken sehr dekorativ, so dass sie sich als Strukturpflanzen oder Blattschmuckpflanzen in Blumenarrangements und Pflanzungen verwenden lassen. Kräuter als gestalterisches Element sind daher nicht unbeliebt.
Kräuter im Beet oder als Schnecke
Im Garten ist es sinnvoll, ein eigenes Kräuterbeet für mehrjährige Kräuter anzulegen: Die Kräuterecke sollte von der Küche aus günstig zu erreichen sein. Die meisten Kräuter wachsen aber auch auf dem Balkon problemlos in Töpfen oder Kästen, wenn ihre Standortbedingungen berücksichtigt werden. Eine beliebter Standort sind auch Kräuterschnecken. Sie werden auch Kräuterspiralen genannt. In ihnen lassen sich Kräuter mit verschiedensten Ansprüchen auf wenig Raum miteinander kombinieren.
Saatscheiben
Eine pfiffige Idee sind Saatscheiben: Zwischen zwei dünnen Lagen Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand. Die Saatscheiben haben einen Durchmesser von beispielsweise 8 cm und passen genau auf einen 8-cm-Topf.
Dieser wird mit Erde gefüllt, die Saatscheibe wird aufgelegt und eventuell dünn mit Erde bedeckt: Angießen, fertig. Jetzt muss nur noch auf gleichmäßige Feuchtigkeit geachtet werden.
Das mühsame Vereinzeln kann man sich sparen: Später kann man die Kräuter in den Garten oder Balkonkasten pflanzen oder auf der Fensterbank stehen lassen und davon ernten.
Kräuter auf dem Balkon
Wer keinen Garten hat, muss deshalb nicht auf frische Kräuter verzichten: Kräuter lassen sich auf dem Balkon, der Fensterbank oder im Zimmer heranziehen!
Das geht zum Beispiel mit:
- Basilikum
- Bohnenkraut
- Borretsch
- Dill
- Oregano
- Estragon
- Kerbel
- Kresse
- Lavendel
- Majoran
- Petersilie
- Pimpinelle
- Portulak
- Rosmarin
- Salbei
- Sauerampfer
- Schnittlauch
- Thymian
- Zitronenmelisse