Pfingstrose

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Pfingstrose: lat. Paeonia
Pfingstrose: lat. Paeonia

Päonien oder Pfingstrosen sind Blütenschätze der Extraklasse: Die meisten von ihnen sind Stauden, doch es gibt auch Baum- oder Strauchpäonien. Sie blühen wie die Staudenpäonien im Mai und Juni, aber ihre Triebe verholzen. Baum- oder Strauchpäonien werden in China schon seit über 1.ooo Jahren in Gärten gepflanzt und durch Züchtung gibt es eine Vielzahl an Sorten, die in verschiedene Gruppen eingeteilt werden.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Herkunft und Verbreitung

Die in Europa heimische Staudenpfingstrose, Paeonia officinalis, kennt man bei uns bereits seit der Antike: Wild wächst sie heute noch im Mittelmeerraum und in den Südalpen. Die europäische Staudenpfingstrose wurde bei uns schon früh als Garten- und Heilpflanze kultiviert. Über die Klostergärten gelangte sie in die ländlichen Bauerngärten und wird heute noch Bauernpfingstrose genannt. Über das Image einer derben Bauerngartenschönheit ist sie mittlerweile aber weit hinaus gewachsen. In eleganten Gärten darf sie heute nicht mehr fehlen. Dort gönnt man ihrer rauschhaften Blütenfülle ein exponiertes Plätzchen - oder gar ein eigenes Beet.

Vor etwa 2oo Jahren brachten reisende Engländer eine weitere Pfingstrose aus China mit nach Europa: Diese Chinesische Pfingstrose [Paeonia lactiflora] wird etwas höher als unsere heimische Art. Zudem zeigt sie eine große Formenvielfalt: sie blüht kuppel- bis schalenförmig, kann der klassischen Rose zum Verwechseln ähnlich sehen oder kugelrunde gefüllte Blütenbälle bilden. In der chinesischen Gartenkultur wurden Pfingstrosen schon vor mehr als 1.ooo Jahren verehrt und als Zierpflanzen kultiviert. Die Chinesen haben sie sogar zu ihrer Nationalblume ernannt. Und auch die Europäer haben schnell ihr Potenzial entdeckt: Durch Züchtung entstand aus der Chinesische Pfingstrose die heute besonders beliebte, dicht gefüllte Edelpfingstrose [Paeonia-Lactiflora-Hybride] mit einem breiten Sortenspektrum.

[bearbeiten] Beschreibung

Paeonia lactiflora
Paeonia lactiflora

Kaum jemand kann sich dem Zauber der Pfingstrosen entziehen: Die beliebten Gartenpflanzen machen wenig Probleme und können sehr alt werden. Wie fluffige pastellfarbene Wattebäusche sehen sie aus, fühlen sich samtig weich an und duften süß wie Zuckerwatte: die riesigen gefüllten Blüten der Pfingstrosen [Paeonia] sind im Juni einfach unübertrefflich, denn dann blühen sie in leuchtendem Karminrot, zartem Rosa oder reinem Weiß. Pfingstrosen gibt es als Sträucher oder als Stauden. Die bekanntesten Pfingstrosen zählen zu den Stauden. Ihre oberirdischen krautigen Triebe ziehen sich im Winter in den Boden zurück. Im folgenden Frühjahr treiben sie aber aus dem Wurzelballen wieder aus - und werden von Jahr zu Jahr kräftiger im Wuchs.

Weit verbreitet sind Paeonia-Suffroticosa-Sorten, die etwa einen bis zwei Meter hoch werden. Eine andere, jüngere Gruppe sind die Paeonia-Rockii-Sorten. Baum- oder Strauchpäonien sind langsam wachsende, fernöstliche Kostbarkeiten, die sehr alt werden können. Sie haben große, an feines Seidenpapier erinnernde Blüten mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern und mehr. Die Zahl der Blütenblätter variiert stark; es gibt Päonien mit einfachen, wildblumenhaft anmutenden Blüten bis hin zu Sorten mit sehr üppigen, dicht gefüllten Blüten. Die Strauchpäonien haben einen Ehrenplatz im Garten verdient, an dem man sie gut sehen kann und der gleichzeitig vor Wind und Spätfrösten geschützt ist.

[bearbeiten] Sorten

Es gibt viele verschiedene Pfingstrosensorten für jeden Geschmack.

[bearbeiten] Pflanzung und Pflege

Die Pfingstrosen sind echte Schätze: Sie zeigen sich nicht nur pflegeleicht und robust, sie können auch mehrere Jahrzehnte alt werden. Einmal gepflanzt, bevorzugen Pfingstrosen allerdings am selben Standort zu bleiben. Stehen sie am falschen Ort oder werden zu groß, sollte der Wurzelballen bei der Umpflanzung unbedingt geteilt und an einem anderen Platz im Garten wieder eingepflanzt werden. Ideal sind sonnige, leicht lehmige und nährstoffreiche Böden. Pfingstrosen sind beliebte Schnittblumen: Sie halten lange in der Vase, wenn sie knospig aber schon farbezeigend geschnitten werden. An der Staude schneiden Sie Verblühtes schnellstmöglich ab, um die Ausbreitung schädigender Pilze zu vermeiden.

[bearbeiten] Standort

Pfingstrosen benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort: Je schattiger sie stehen, desto weniger Blüten werden gebildet. Oft werden die Pflanzen dann schwächer und gehen ein. Ein luftiger Platz lässt die Pflanzen schneller abtrocknen, wodurch Pilzerkrankungen vermieden werden. Umgepflanzt wird am besten im Herbst. Aber auch kurz nach der Blüte ist dies möglich. Durch Teilung eines älteren Wurzelstocks lassen sich Staudenpäonien gut vermehren. Das Teilstück sollte mindestens drei Stängelknospen besitzen.

[bearbeiten] Pflanzung

Bereiten Sie das Pflanzloch gut vor, denn die Staudenpäonien können Jahrzehnte an einem Standort verbleiben: Kompost und humose Erde erleichtern den Start. Sorgen Sie unbedingt für einen guten Wasserabzug, denn Staunässe bereitet den Stauden wie auch den Sträuchern mehr Probleme als Trockenheit. Päonienliebhaber empfehlen, Erde vom ursprünglichen Standort mit ins neue Pflanzloch zu nehmen, damit der Umzug besser vertragen wird. Die Wurzelstöcke sollten knapp unter der Erde liegen. Empfohlene Pflanztiefe bei schwerem Boden: drei Zentimeter und bei leichtem Boden etwa fünf Zentimeter. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn die ersten beiden Jahre nach dem Umsetzen die Blüte ausbleibt, das ist ganz normal.

Die sommergrünen Strauchpäonien [P. suffruticosa, P. lutea oder P. rockii] werden im Gegensatz zu den Staudenpäonien tief gepflanzt: Ihre Veredlungsstelle sollte 1o bis 15 Zentimeter in die Erde versenkt werden. Nach mehreren Jahren bildet die Veredelung dann selbst Wurzeln aus. Strauchpäonien benötigen unbedingt einen durchlässigen, lockeren Boden. Kalkhaltige Erde wird gut vertragen. Nach der Blüte können die Triebe der Sträucher um die Hälfte bis zwei Drittel gekürzt werden. Das fördert die Verzweigung. Der Rückschnitt ist aber nicht zwingend notwenig.

[bearbeiten] Düngung

Die ersten Jahre sollte zurückhaltend gedüngt werden: Vor allem Mist und hohe Stickstoffgaben schaden den Stauden. Erst etwa zwei Jahre nach dem Pflanzen sollte mit dem Düngen begonnen werden. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte.

[bearbeiten] Staudenstütze

Da Pfingstrosen zum Teil sehr große und schwere Blüten ausbilden, hängen die Köpfe über und knicken leicht ab. Hier hilft eine Staudenstütze, sie hält die Blüte selbst bei Regen hoch. Nach der Blüte können Pfingstrosen direkt unterhalb der abgeblühten Knospe abgeschnitten werden. Dies verhindert die kraftzehrende Ausbildung der Fruchtstände und ist eine gute Vorbereitung für die noch üppigere Blüte des nächsten Jahres.

[bearbeiten] Kombinationen

In der gemischten Rabatte lassen sich Pfingstrosen schön mit Stauden wie Frauenmantel [Alchemilla], Katzenminze [Nepeta] und Pracht-Storchschnabel [Geranium magnificum] kombinieren, die zur gleichen Zeit wie die Paeonie in voller Blüte stehen.

[bearbeiten] Weblinks

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