Rasenmäher
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Oft wird das Rasenmähen mehr als lästige Pflicht denn als Freizeitvergnügen erlebt: Der Rasenmäher wird erst aus Schuppen, Garage oder Keller geholt, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wässern und Düngen werden unterlassen, denn das könnte ja das Wachstum anregen und dann müsste wieder mehr gemäht werden. Unkraut macht sich breit, aus dem schönen Rasen wird bestenfalls eine Wiese, die oft noch unter Staunässe leidet. Andere Länder, andere Sitten: Nicht nur in England gibt es weit mehr Gartenfans, die ihren Rasen mindestens ein, wenn nicht sogar zwei Mal in der Woche mähen, regelmäßig düngen und bei Bedarf ausreichend wässern. Entsprechend sehen hier die Flächen aus: saftig grün, ohne Unkraut ... bereit zum Golfspielen.
Beim Wiesen- und Rasenschnitt, insbesondere bei Gartentraktoren und Rasenmähern, werden Sichel-, Spindel- und Schlegelmähwerke als Mähsysteme eingesetzt: Dabei wird das Gras je nach Bedarf geschnitten und seitlich ausgeworfen, gemulcht oder auch im Grasfangkorb gesammelt, um dann kompostiert oder entsorgt zu werden. Die Mähsysteme unterscheiden sich grundsätzlich und haben natürlich ihre Vor- und Nachteile.
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[bearbeiten] Übersicht
Es muss sich bei den Vorbehalten gegen das Rasenmähen um eine grundsätzliche Abneigung handeln, denn am Angebot kann es nicht liegen: Über 1.5oo Rasenmähertypen von 7o Herstellern und Importeuren suchen Käufer. Um dieses unübersichtliche Angebot zu gliedern, lassen sich sämtliche Rasenmäher in 3 Hauptgruppen - Elektrorasenmäher, Benzinrasenmäher und Profimäher - samt ihrer jeweiligen Speziallösungen wie Akkumäher und Mähroboter, Spindelmäher, Mulchmäher und Luftkissenmäher, als auch Wiesenmäher einteilen. In Anbetracht der Produktvielfalt ist gute Beratung vom Motoristen ohne Zweifel der erste Schritt vorm Rasenschnitt - Ausgenommen sind an dieser Stelle die über 1.ooo Typen von Gartentraktoren, also Aufsitzmäher, Rasentraktoren etc., die für große Rasenflächen ab etwa 5oo qm gedacht sind.
Rasenmähen ist übrigens eine Arbeit, die meistens von Frauen erledigt wird: Denn nach landläufiger Meinung gehört die Gartenarbeit zur Hausarbeit und darf damit aus Männersicht ohne schlechtes Gewissen als "brauch ich nicht zu machen" abgehakt werden. Es sollte daraus konsequenterweise folgender Schluss gezogen werden: Wenn schon Frauen diese Arbeit überwiegend tun, dann sollten auch ihre speziellen Bedürfnisse Berücksichtigung finden.
[bearbeiten] Geschichte
Edwin Beard Budding [1795-1846] aus Gloucestershire in England verdanken alle stolzen Besitzer eines gut gepflegten Rasens, dass sie eben diesen nicht mittels Sense oder gar Sichel stutzen und auch keine Schafe halten müssen. Anfang des 19. Jahrhunderts sah die Welt nämlich noch etwas anders aus: Nur um den Rasen des Blenheim Palace kurz zu halten, waren 5o Männer angestellt und kontinuierlich mit der Sense im Einsatz. Aber nicht nur der Personaleinsatz war unglaublich hoch, auch die Sensen stellten ein Problem dar: Sie mussten ebenso häufig geschliffen werden, wie sie zum Einsatz kamen, um den Rasen nicht zu reißen, sondern zu schneiden.
Budding erkannte, dass mit dem damaligen Stand der Metallverarbeitung keine Verbesserung möglich war. Aber: Wieso keine Schere statt einer Sense? Also zwei gegenläufige Sicheln, die mit weniger Aufwand den Grashalm schneiden konnten. 183o wurde Budding von einer Maschine inspiriert, die in einer lokalen Weberei eingesetzt wurde, um den Stoffen nach dem Weben ein gleichmäßigeres Aussehen zu verleihen: Die Stoffe wurden an einer feststehenden Klinge entlang geführt und mittels einer rotierenden Spindel mit weiteren Klingen die überstehenden Fasern abgetrennt.
Noch im selben Jahr patentierte sich Budding dieses Verfahren und begann, zusammen mit John Ferrabee, dem Eigentümer der Phoenix Mill, Maschinen 'for the purpose of cropping or shearing the vegetable surface of lawns, grass plats, and pleasure grounds' zu produzieren: Der Rasenmäher war geboren. Und zwar in seiner Urform, dem handbetriebenen Spindelmäher, der noch heute in England, wenn auch motorisiert, überwiegend zum Einsatz kommt. Ganz im Gegensatz zu England konnte sich der Spindelmäher in Kontinentaleuropa nicht durchsetzen, wo heute überwiegend Sichelmäher mit einem einzigen, horizontal rotierenden Messer eingesetzt werden. Werden allerdings sehr kleine Rasenflächen gepflegt, ist der Handrasenmäher ohne Motor und mit Spindel dem Urmodell nicht nur heute noch äußerst ähnlich, sondern weltweit die 1. Wahl.
Jahrhunderte technischer Entwicklung sind natürlich nicht ohne Spuren am Rasenmäher vorbeigegangen: Eine starke Motorisierung, Fahrantrieb, hochwertige Materialien für das Chassis, wie etwa Alu oder Alu mit Stahleinlagen, Möglichkeiten das Schnittgut zu mulchen, auszuwerfen oder zu fangen, mehrere Gänge, ergonomische Griffe und Armaturen, Elektrostart oder Federmechanismen zum einfachen Anwerfen und viele weitere Details machen das Rasenmähen heute so bequem wie niemals zuvor. Auch auf großen Flächen durch den Einsatz von Rasentraktoren und Aufsitzmähern.
[bearbeiten] Rasenmähereinteilung
Bei nachfolgender Grundeinteilung gibt es tatsächlich einige Überschneidungen, da etwa Elektrorasenmäher mit Mulchkit ebenso verfügbar sind wie Luftkissenmäher mit Elektroantrieb:
[bearbeiten] Elektrorasenmäher
Elektrorasenmäher: Rasenmäher mit Elektroantrieb werden in Österreich stückzahlmäßig bei weitem am häufigsten verkauft: Für sie sprechen unter anderem einfachste Bedienung, erträgliche Arbeitsgeräusche, wenig Wartung, das geringere Gewicht gegenüber einem Benzinrasenmäher gleicher Schnittbreite oder auch eine scheinbar höhere Umweltverträglichkeit. Natürlich ist es auch der Preis, der deutlich unter dem eines Rasenmäher mit Verbrennungsmotor liegt, aber auch die vielen, immer kleiner werdenden Einfamilien-Hausgärten, die den Elektrorasenmäher so beliebt machen.
Akkumäher: Batteriebetriebene Elektromäher, oder kurz: Akkumäher, haben die Kraft für das Messer und teilweise sogar des Fahrantriebs im Akku gespeichert - und das ist heute beachtlich viel. Ihr niedriger Geräuschpegel und ihre hohe Wendigkeit gegenüber einem Rasenmäher mit Stromkabel sind starke Argumente sie öfter einzusetzen. Auch hier gilt: Besonders für den kleineren Hausgarten sind sie eine interessante Alternative.
Mähroboter: Selbständig und unabhängig sollen sie arbeiten und damit dem Gartenbesitzer Zeit sparen. Aber das ist noch nicht alles: Wie von Geisterhand sollen sie sich bewegen und im Garten Hindernissen ausweichen, seien es Bäume, Wäschespinnen, Pflanzkübeln, neugierigen Hunden oder auch Liegestühlen. Umweltfreundlich können sie sein, außerdem ihre Ladestationen für den Akku selber finden. Die Rede ist von Mährobotern, also automatischen Rasenmähern, denen Hersteller und Händler in den nächsten Jahren einen wahren Boom voraussagen.
[bearbeiten] Benzinrasenmäher
Benzinrasenmäher: Die ersten Rasenmäher waren Spindelmäher, später setzten sich Sichelmäher wegen ihrer einfacheren Konstruktion durch. Und auch heute noch ist die Konstruktion von Benzinrasenmähern mit einem Sichelmesser äußerst simpel und dominiert den österreichischen Markt: Über eine vertikale Welle wird das Messer direkt angetrieben. Das Messer läuft damit so schnell wie der Motor dreht. Oder kurz: der Klassiker
Spindelmäher, die Rasenmäher in Urform, haben es auf dem europäischen Festland schwer: Niemand will sie so richtig und deshalb fristen sie bei uns das Dasein von Mauerblümchen. Vielleicht fehlt es uns einfach an Verständnis dafür, wie eine hervorragend gepflegte Rasenfläche wirklich auszusehen hat. Die Engländer sehen das ganz anders und deshalb stehen bei ihnen Spindelmäher in der Beliebtheitsskala ganz weit oben.
Mulchmäher: Von Grasschnitt überquellende Mülltonnen und Deponien, die keine Gartenabfälle mehr annehmen durften, sind die Gründe für einen Boom der Mulchmäher. So haben Untersuchungen gezeigt, dass in einem Jahr auf 1oo qm Rasenfläche etwa 8o kg Grasschnitt anfallen. Mulchmäher kommen ohne Grasfangsack aus, weil sie die abgeschnittenen Halme wieder in die Grasnarbe zurück bringen. Hier werden sie von den im Boden lebenden Würmern, Käfern und sonstigen Bodenlebewesen zersetzt und stehen dem Rasen nach einiger Zeit wieder als Nährstoffe zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil des Mulchens: Die Grasnarbe wird vor dem Austrocknen geschützt. Viele Rasenmäher lassen sich zum Mulchmäher nachrüsten oder können sowohl mulchen als auch fangen.
Luftkissenmäher: Auf einem Luftpolster zu gleiten und dabei den Rasen zu mähen, das ist die Idee, die hinter dem Prinzip des Luftkissenmähers steckt: Die Fahrt auf dem Luftkissen hat dann auch auf den ersten Blick bestechende Vorteile. Leicht und ohne Kraft lässt sich der Rasenmäher in jede Richtung bewegen. Ein Argument, das besonders Frauen anspricht. Trotzdem werden Luftkissenmäher nur in geringen Mengen abgesetzt und bilden eine kleine, aber interessante Speziallösung.
[bearbeiten] Profirasenmäher
Profimäher: Der Bereich professionelle Rasenmäher ist für private Anwender sicherlich ein Randthema. Interessant werden sie für diejenigen Gartenbesitzer erwähnen, die besonders große Rasenflächen oder Extensivwiesen zu pflegen haben. Selbstverständlich ist diese Gruppe auch für die all diejenigen geeignet, die das Beste und Stabilste haben wollen, das es auf dem Markt gibt.
Wiesenmäher: Was hat die spezielle Gerätegruppe der Wiesenmäher, oder auch: Allmäher, Gestrüppmäher, Wildwuchsmäher, in der Übersicht für Motorgeräte für den privaten Einsatz verloren? - Nun, die Antwort ist einfach: Immer mehr Gartenbesitzer wollen ihren Rasen verwildern lassen und dann nur noch ein oder zwei Mal im Jahr den hohen Aufwuchs mähen. Für diesen Einsatz sind Wiesenmäher die idealen Geräte.
[bearbeiten] Rasenmäher im Winter
Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte kälter, neigt sich die Gartensaison Ihrem Ende entgegen. Einen ganzen Sommer lang haben die nützlichen Helfer im Garten zuverlässig ihre Aufgaben erfüllt und sollten nun, um auch in der nächsten Saison treue Dienste zu verrichten, mit ein wenig Fürsorge auf ihren Winterschlaf vorbereitet werden. Es empfiehlt sich, insbesondere auf den Benzinmotor von Rasenmähern und anderen Gartengeräten zu achten.
Für Benzinrasenmäher gilt: Entleeren Sie den Tank vollständig und saugen Sie restliches Benzin mit einem fusselfreien Tuch auf. Lassen Sie anschließend den Motor so lange laufen, bis er infolge Kraftstoffmangels stehen bleibt.
Auch die Messer von Spindelmähern sollten zur Rostvorsorge eingefettet beziehungsweise eingeölt werden, da das Metall an diesen Stellen blank ist. Dabei ist Vorsicht an der drehenden Messerspindel geboten: Tragen Sie daher hierbei unbedingt schützende Handschuhe.
Es ist darauf hinzuweisen, dass durch die Herbstwartung des Motors ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Emissionen, Senkung des Benzinverbrauchs und einer Verlängerung der Lebensdauer des Motors geleistet wird: Letztlich spart man dadurch sogar bares Geld.
Bevor man sich dem Motor widmet, sollte der Rasenmäher von Schmutz befreit werden und die beweglichen Teile, etwa die Räder, mit ein wenig Öl benetzt werden. Vor dem Durchführen der Wartung sollte unbedingt der Zündkerzenstecker gezogen werden, um versehentliche Starts des Motors zu vermeiden. Die vier Wartungsschritte im Einzelnen:
- Wechsel der Zündkerze für problemlose Starts nach dem Winter.
- Austausch des Luftfilters zur Emissionsreduzierung und für ein langes Leben des Motors.
- Ölwechsel (bei Viertaktern) zur Erhöhung der Lebensdauer des Motors.
- Beigabe eines Benzinstabilisators zum Treibstoff, damit er während des Winters nicht dem Motor schadet und dieser im Frühjahr wieder problemlos anspringt.
Sind alle Wartungsarbeiten erledigt,
Lagern Sie die Akkus aller akkubetriebenen Gartengeräte, etwa des Akkumähers, nie angeschlossen an einem der Arbeitsgeräte, um falschen Gebrauch und Unfälle zu verhindern: Er sollte kindersicher an einem trockenen, hochgelegenen, verschlossenen und frostfreien Ort lagern. Vermeiden Sie direkte Sonnenstrahlung.
Nach Durchführung dieser kleinen Handgriffe ist der Benzinmäher bestens auf den Winter vorbereitet und kann nun in seinem Winterdomizil verstaut werden. decken Sie Ihren Rasenmäher mit einer Plane ab: Lagern Sie das Gerät an einem trockenen, frostsicheren Ort, der für Kinder unzugänglich ist. Wer ganz sicher gehen möchte, findet im lokalen Motorist seinen Partner auch in den Wintermonaten: Vielfach werden spezielle Inspektionsangebote gemacht, häufig auch eine Überwinterung von Motorgartengeräten samt Inspektion angeboten.
[bearbeiten] Weblinks
- Rasenmäher bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Edwin Beard Budding: 175 Jahre Rasenmäher bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Rasenmäher und die Wintermonate bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Rasenmäher: gepflegt in den Winterschlaf bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Rasenmäher-News: Aktuelle Entwicklungen
- //Gartentechnik.com: findet Ihren Motoristen vor Ort
- Gebrauchte Rasenmäher bei //Gebrauchte.Gartentechnik.com

