Rosmarin

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Rosmarinus officinalis wird gern als Gewürzkraut in der Küche verwendet.
Rosmarinus officinalis wird gern als Gewürzkraut in der Küche verwendet.

Rosmarin ist sehr beliebt doch leider in den meisten Gärten nur ein kurzer Gast: Seine Überlebenschancen sind in unserem Klima gering. Hobbyköche mit dem grünen Daumen halten sich ihren Rosmarin im Topf und überwintern ihn als Kübelpflanze frostfrei in hellen Räumen. Doch wäre es nicht bequemer, ihn in den Garten zu setzen?

[bearbeiten] Herkunft

Eigentlich ist der Rosmarin im milden Klima in Südeuropa zuhause: Am Naturstandort besiedelt er karge und sonnige Plätzen. Der Rosmarin begnügt sich mit steinigen, durchlässigen und humusarmen Böden. Die Sommer sind trocken und heiß. Die Winter mild und oft regenreich.

Leider ist der Rosmarin auch im Weinbauklima nur bedingt winterhart: Einige Sorten gelten allerdings als etwas winterfester als andere. Gute Erfahrungen wurden mit den Sorten 'Arp' und 'Veitshöchheim' gemacht. Die Sorten 'Sudbury Gem', 'Severn Seas', 'Backnang' und 'Madeleine Hill' scheinen ebenfalls unempfindlicher zu sein. Doch die richtige Sortenwahl allein reicht nicht aus, um den Rosmarin erfolgreich auszupflanzen.

[bearbeiten] Standort und Pflege

Damit der Rosmarin sich auch in Ihrem Garten heimisch fühlen kann, sollten Sie ihm ähnliche Bedingungen bieten: Vor der Pflanzung prüfen Sie den Boden. Er sollte in jedem Fall durchlässig sein. Eine Zugabe von Schotter, Sand und Kies lockert den Boden. Vermeiden Sie jede Form von Humusgaben und verwöhnen Sie den Rosmarin nicht mit Nährstoffen. Überdüngung und vor allem Düngung im Herbst verringern die Widerstandsfähigkeit. Meist ist bei ausgepflanztem Rosmarin eine Düngung sogar unnötig.

Ein vor Wind geschützter Platz - am besten vor einer Wärme speichernden Wand - ist ein idealer Standort: Im Sommer benötigt der Rosmarin eine starke Sonneneinstrahlung. Doch die Wintersonne in Kombination mit Bodenfrost schadet dem immergrünen Gehölz. Die Blätter geben weiterhin Wasser ab, während der Wassernachschub aus dem gefrorenen Boden nicht möglich ist. Die Folge bei anhaltender Frostperiode und auszehrenden Winden ist ein Vertrocknen der Pflanze. Andererseits kann ein milder und regenreicher Winter ebenfalls zum Verlust des Rosmarins führen. Dauerregen und Staunässe führen zum Absterben der Wurzeln.

Abhilfe kann eine selbstgebaute Haube schaffen: Mit Holzleisten wird ein Grundgerüst erstellt, das wesentlich größer ist als die Rosmarinpflanze. Befestigen Sie daran rundherum eine stabile lichtdurchlässige Abdeckfolie und sparen Sie die untere Seite aus. Dieses Gehäuse wird übergestülpt und schützt den Rosmarin den ganzen Winter vor Sonne, Regen und Wind.

[bearbeiten] Weblinks

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