Schmetterling

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Schmetterling

Schmetterlinge flattern von einer prächtigen Blüte zur nächsten, Bienen und Hummeln laben sich am Nektar, Singvögel füttern ihre Brut in der dichten Hecke und in der Dämmerung huscht ein Igel ins Dickicht der Sträucher: willkommen im Gartenparadies. Vor allem naturnah gestaltete Gärten sind ein Eldorado für viele Lebewesen - nicht nur für Gartenbesitzer - und besonders in Ballungsgebieten häufig der einzige verbliebene Naturraum für heimische Tiere und Pflanzen. Solche Biotope zeichnen sich durch eine große Pflanzenvielfalt mit Gehölzen und Stauden aus. Eine abwechslungsreiche Blumenwiese, Laubbäume sowie ein Gartenteich mit Sumpf- und Wasserpflanzen bieten der Tierwelt artgerechte Bedingungen und dem Gartenbesitzer unvergleichliche Naturerlebnisse.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Schmetterlinge erfreuen Gartenbesitzer durch ihre Schönheit und ihre unbeschwerte Leichtigkeit: Nicht umsonst heißt es bei Verliebten, sie hätten Schmetterlinge im Bauch! Leider schrumpft heutzutage der natürliche Lebensraum von Schmetterlingen durch Zersiedlung und Monokulturen unaufhaltsam. Umso wichtiger ist es, den eigenen Garten so zu gestalten, dass Schmetterlinge ihn als ihre Heimat wählen. Die Versorgung mit Nektar ist für Schmetterlinge lebenswichtig. Naturnah gestaltete Gärten, die häufig an die Bauern- und Klostergärten vergangener Tage erinnern, bieten optimale Lebensbedingungen für die heimische Tierwelt.

Wer in seinem Garten Schmetterlinge, Bienen und andere Tiere willkommen heißen will, sollte bei der Anlage oder Umgestaltung des Garten auf die richtige Auswahl seiner Pflanzen achten: Schmetterlinge sind mit ihren bunten Farben und ihren phantasievollen Mustern Symbole der Leichtigkeit und des Sommers. Außerdem erfüllen sie als Bestäuber für Blumen auch eine wichtige Funktion im Ökosystem Natur. Anders als Bienen oder Hummeln besitzen sie lange, einrollbare Rüssel und können damit auch Pflanzen mit tiefen Blütenkelchen bestäuben.

Schmetterlingsmagneten

Bestimmte Pflanzen locken mit ihren kräftigen Farben und ihrem Duft Schmetterlinge an, die selbst feinste Nuancen von Aromen wahrnehmen: Ein wahrer Schmetterlingsmagnet ist der Sommerflieder [Buddleja-davidii-Sorten], der daher auch Schmetterlingsstrauch genannt wird. Ab Juli blüht dieser bis zu 3 m hohe Strauch mit unzähligen kleinen duftenden Blüten, die auffallende, bis zu 5o cm lange Rispen bilden. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Rot und Rosa bis hin zu dunklem Violett. Da er bis in den Oktober hinein blüht, ist der Sommerflieder eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten.

Weitere wichtige Nektarpflanzen sind zum Beispiel Schafgarbe, Dost, Seifenkraut, Phlox, Katzenminze, Sonnenhut, Lavendel, Ysop, Eisenkraut, Aster, Vanilleblume, Fetthenne und Goldrute: Wer nicht nur Schmetterlinge anlocken, sondern schon ihrer 'Vorstufe', den Raupen, Nahrung anbieten möchte, fügt einige 'Raupenfutter-Pflanzen' in die Gestaltung des Gartens ein. Dazu gehören unter anderem Sauer-Ampfer, Veilchen, Königskerze, Kronwicke, einige Gräser und Gehölze wie verschiedene Weiden-Arten, Faulbaum, Schlehe und Heckenkirsche. Wer Fraßspuren an den Blättern dieser Pflanzen findet, sollte sich nicht ärgern, sondern sich auf die Pracht der Schmetterlinge freuen.

Auf der Schmetterlingshitliste ganz oben steht die Brennnessel: Admiral, C-Falter, Distelfalter, Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge wählen sich aber nicht jede x-beliebige Brennnessel zur Eiablage, sondern suchen ihren Favoriten nach Standort und Bestandsgröße aus. Neben der Brennnessel sollten andere Wildkräuter, wie Disteln, Kletten, Wegerich und Resede, in so mancher Gartenecke einen Platz als Raupenfutter erhalten, damit ein Schmetterlingsrefugium entstehen kann.

Alternative Nahrungsquellen

Fallobst am Boden unter Obstbäumen sollte im Herbst nicht vollständig weggeräumt werden! Falter wie der Admiral oder auch der Nierenfleck saugen gerne an Birnen, Äpfeln und Pflaumen, wenn die letzten Blumen verblüht sind.

Ordnung muss nicht immer sein: Wenn der Garten winterfest gemacht wird, lohnt es sich, etwas Herbstlaub liegen zu lassen, Wiesen ungemäht zu lassen und Samenstände sowie Fruchtstände von Stauden und Gräsern nicht abzuschneiden. Denn Schmetterlingsraupen, Puppen und Eier überwintern an den trockenen Strünken oder zwischen Blattresten!

Raupenschmaus: Schmetterlinge brauchen neben reichlichem Nektarangebot im Garten auch Raupenfutterpflanzen. Die Purpurweide [Salix purpurea] oder die Salweide [Salix caprea] sind bei Schmetterlingsraupen sehr beliebt. Doch auch Obstbäume wie Apfel und Kirsche sowie Hasel-, Walnuss, Hainbuche, Schlehe und Faulbaum ernähren Schmetterlingsraupen.

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