Staude
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Stauden (Perennen) sind krautige, aber ausdauernde (perennierende), also meist mehrjährige Pflanzen, die ober- oder unterirdisch überwintern. Stauden runden in den meisten Gärten eine durchdachte Gartengestaltung ab. Aber auch reine Staudengärten finden viele Liebhaber und sind schon lange keine Seltenheit mehr.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Sorten
Die Sortenvielfalt ist unter den Stauden sehr groß. Daher lassen sie sich nach unterschiedlichen Kriterien unterteilen. Man kann Stauden anhand ihres Standortes differenzieren, aber auch anhand ihrer Wuchsform. Außerdem gibt es Stauden, die sich nicht diesen Kriterien unterordnen lassen.
[bearbeiten] Unterscheidung nach Standorten
Stauden, die nach Standorten unterschieden werden können, sind zum Wasserpflanzen und Sumpfpflanzen. Wasserpflanzen leben dauernd oder meist im Wasser. Sumpfpflanzen hingegen sind mit ihren Wurzeln fest unter Wasser verankert, während sich der Großteil der Pflanze über Wasser befindet. Freiflächenstauden benötigen einen freien, sonnigen Standort. Sie vertragen häufig auch Hitze und Trockenheit. Schattenstauden können etwa durch breitere, dunkelgrüne Blätter auch unter Gehölzen gut gedeihen und blühen. Der Gegensatz zu den Schattenstauden liegt in den Sonnenstauden. Stauden für Sonnenlagen können die Verdunstung von Wasser weitgehend verhindern und dadurch Hitze aber auch Kälte ertragen.
[bearbeiten] Unterscheidung nach Wuchsform
Zu den Stauden zählen Farne und Gräser ebenso wie Halbsträucher. Kletterstauden und Schlingstauden sind ursprünglich Waldpflanzen, die an größeren Gehölzen hinaufklettern, um genügend Licht zu erhalten. Bodendeckende Stauden (Flächendeckende Stauden) sind üblicherweise immergrün und vereinfachen die Bodenpflege. Sie geben Wildkräutern kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Blütenstauden kommen dagegen aus aller Welt und sind besonders starke Blüher. Aufgrund ihres häufigen Ursprungs in gemäßigten Zonen, fordern Blütenstauden oft einen hohen Pflegeaufwand. Auch Knollengewächse und Zwiebelpflanzen gehören zu den Stauden.
[bearbeiten] Sonstige Staudensorten
Beetstauden sind äußerst anspruchsvolle Stauden, die offene Böden, möglichst sonnige Lagen und viel Pflege benötigen. Außerdem kann man Heimische Stauden und Fremdländische Stauden unterscheiden. Immergrüne Stauden stammen aus wintermilden Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie werden in Schattenbereichen mit humosen Böden gepflanzt. Wildstauden sind am geeigneten Standort anspruchslos. Einige Arten können sich durch Ausläufer oder Versamung sehr stark ausbreiten.
[bearbeiten] Staudenpflanzungen
Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis Pflanzenverwendung mit der Staudenpflanzung Silbersommer: Vor allem für öffentliches Grün gedacht, wurde diese ausdauernde Pflanzengemeinschaft so zusammengestellt, dass sie pflegeleicht und für sonnige, magere und trockene Standorte geeignet ist. Da viele Arten silbrig graue Blätter besitzen, wurde der Begriff vom Silbersommer geprägt. Solche Pflanzenkombinationen werden nun auch für den Hausgarten und den Gartenneustart empfohlen.
[bearbeiten] Staudenpflanzen
Stauden haben nicht nur bisweilen ausgefallene volkstümliche Namen, sie sind auch mehrjährig und zumeist pflegeleicht: Das macht sie zu beliebten Gartenbewohnern. Praktisch ist, dass es Stauden für nahezu alle Stellen im Garten gibt. Manche von ihnen bevorzugen Schattenplätze, andere mögen es heiß und sonnig. Dazu gibt es Stauden für jede Jahreszeit und vor allem für jeden Geschmack.
[bearbeiten] Frühlingsblüher
Die wärmende Sonne lockt im Frühling die Stauden aus ihrem Winterquartier, färbt die Beete von dunklem Erdbraun zu frischem Grün und beschwört anschließend blühende Teppiche, Tuffs und farbige Inseln im Garten hervor. Das leuchtend azurblaue Lungenkraut [Pulmonaria] sorgt im Schatten von Gehölzen für erste Hochgefühle. Ein charmantes Team bildet es mit gelbblühenden Nachbarn wie der schwefelgelben Elfenblume [Epimedium] oder der goldfarbenen Waldsteinie [Waldsteinia].
Zur selben Zeit in Blüte und schön in Kombination zeigen sich auch die hellblauen Kaukasus-Vergissmeinnichtblüten [Brunnera] zusammen mit karminroten Bergenien [Bergenia] oder dem zart rosaweißen Felsen-Storchschnabel [Geranium macrorrhizum]. Dieser bildet im Mai dichte Blütenteppiche, die sich mit kleinen Tuffs aus spätblühenden Tulpen oder Akelei [Aquilegia] wirkungsvoll auflockern lassen.
Kurz darauf stimmt auch der Pracht-Storchschnabel [Geranium x magnificum] mit seinen großen blauvioletten Blüten mit ein: Der Felsen- und der Pracht-Storchschnabel zählen zu den ersten Geranium-Arten, die sich im Garten zeigen und ihn blütenkräftig unterstützen. Hinzu kommt, dass Storchschnäbel zuverlässig den Boden bedecken und seine Blätter im Beet durch Form oder Musterung dekorativ aussehen - ein idealer Begleiter für den modernen Staudengarten.
Auf der Suche nach den schönsten, blühfreudigsten und robustesten Sorten wurde die Gattung Storchschnabel vom Arbeitskreis Staudensichtung intensiv unter die Lupe genommen: Als beste Pracht-Storchschnäbel [Geranium x magnificum] setzten sich beispielsweise die beiden Sorten 'Anemoneflorum' und 'Rosemoor' durch. Ihre wunderschönen blauvioletten Blüten blühen bis zum Frühsommer und wirken im Mai schön mit bonbonfarbenen Pfingstrosen [Paeonia].
Auch der früh blühende Felsen-Storchschnabel [Geranium macrorrhizum] erzielte sehr gute Ergebnisse: Unter anderem wurden die zartrosa Sorten 'Camce' und 'Spessart' wegen ihrer Blüten- und Blattschmuckwirkung gelobt und auch ihre Wuchskraft, bodendeckende Wirkung und Herbstfärbung wurden als gut bewertet.
Wenn der Frühling voran schreitet, wird das Reich der Stauden stetig reicher: Neben dem Storchschnabel erobern im Mai Waldmeister [Galium] und Beinwell [Symphytum] die schattigen Lagen im Garten. Dunkle Ecken lassen sich elegant mit den cremeweißen, filigranen Blütentrauben der bodendeckenden Schaumblüte [Tiarella wherryi] aufhellen. In sonnigen Beeten entfalten sich zur gleichen Zeit die Blüten von Wolfsmilch [Euphorbia], Pfingstnelke [Dianthus] und Sonnenröschen [Helianthemum], um den Frühsommer angemessen zu begrüßen.
[bearbeiten] Sommerblüher
Eine wunderschöne Sommerstaude ist die Brennende Liebe [Lychnis]. Ihren leidenschaftlichen Namen verdankt sie den ungewöhnlich feuerroten Blüten, die sich im Juni und Juli in dichten Dolden in die Höhe strecken.
Ebenfalls im Sommer startet die glanzvolle Zeit der Sonnenbraut [Helenium]: Vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2008 gewählt, erstrahlt sie in warmen Gelb-, Rot- oder Brauntönen mit ihrer Fülle kleiner Blütensonnen. Die ursprüngliche Prärieschönheit lässt sich gut mit anderen Prachtstauden kombinieren, wie gelben Sonnenhüten [Rudbeckia], dem violetten Kandelaber-Ehrenpreis [Veronicastrum virginicum] oder dem blau blühenden Rittersporn [Delphinium].
Andere 'tierische' Sommerstauden sind Ochsenzunge [Anchusa] und Schlangenkopf [Chelone obliqua]. Ein schönes Gras für den Sommergarten ist die Morgensternsegge [Carex grayi].
Im Juli ist die Hochzeit der sommerblühenden Stauden: Staudengeranien, Schafgarbe, Rittersporn, Sonnenbraut und Sonnenhut, Staudensonnenblume, Sommerphlox und viele viele mehr sorgen in Töpfen, Kübeln und im Sonnenbeet für Farbe. Blühende Gehölze wie Sommerflieder [Buddleja davidii], Hibiscus [Eibisch], Weigelie und Rosen ergänzen den Blütenreigen. Besonders schön sehen rosafarbene oder gelbe Rosen mit einer Unterpflanzung mit blau blühendem Lavendel oder Katzenminze aus. Der Sommerflieder, wegen seiner Anziehungskraft für Insekten auch Schmetterlingsstrauch genannt, blüht überreich entweder weiß, violett, blau, rosa, purpur, pink und duftet intensiv. Die Weigelie ist ein wunderschöner Blütenstrauch, der im Sommer in Rot, Rosa oder Weiß mit unzähligen Blüten leuchtet.
Der Gewürzstrauch [Calycanthus floridus] fällt dem Auge mit seinen dunkelroten Blüten in der Nacht zwar nicht mehr auf, aber er verbreitet gerade dann seinen intensiven Duft. Der Aufenthalt in seiner Nähe bietet der Nase das Aroma von Nelken und Erdbeeren!
[bearbeiten] Dauerblüher
Dauerblüher mit mittlerer Wuchshöhe sind Mädchenauge [Coreopsis], Katzenminze [Nepeta] und Kokardenblume [Gaillardia]. Sommer-Salbei, Feinstrahlaster [Erigeron] und Spornblume [Centranthus] erfreuen gleich zweimal: Sie blühen im Frühsommer und dann noch einmal nach einem Rückschnitt im Herbst. Diese Arten eignen sich hervorragend als Begleitpflanzen zu Leitstauden wie Sonnenauge [Heliopsis], Palmlilie [Yucca], Wasserdost [Eupatorium], Rittersporn und Sonnenhut [Rudbeckia]. Sie alle sind wahre Sonnenanbeter und verwandeln offene, sonnige bis leicht schattige Beete in ein duftendes Blütenmeer.
[bearbeiten] Pflanzung und Aussaat von Stauden
Die Natur webt die schönsten Teppiche aus Blüten: Eine Herausforderung für jeden [Hobby-]Gärtner ist, das Staudenbeet vom Frühjahr bis in den späten Herbst abwechslungsreich blühend zu gestalten. Die früh blühenden Stauden machen zusammen mit den farbstarken Forsythien [Forsythia] oder der Japanischen Aprikose [Prunus mume 'Beni-chi-dori'] und dem Duft des Seidelbastes [Daphne mezereum 'Rubra Select'] den Frühlingsgarten zu einem sinnlichen Erlebnis.
[bearbeiten] Kauf
Für die Neuanlage eines Staudenbeets ist im Frühjahr eine große Auswahl Stauden im Handel erhältlich. Gute Qualität der angebotenen Ware erkennt man an frischem, kräftigem Blattaustrieb und reichlich vorhandenen Trieben. Lassen Sie sich jedoch vom Fachmann beraten: Phlox paniculata zum Beispiel ist schon mit zwei oder drei Trieben eine kräftige Pflanze, wohingegen Aster dumosus oder Coreopsis im 9cm-Topf durchaus sieben bis neun Triebe haben kann.
Eine Staude, die üppig gewachsen und voller Blüten ist, wirkt auf den ersten Blick gesund und wüchsig: Der Profi beurteilt bei Stauden aber weniger den oberirdischen Teil als die Wurzeln. Löst man die Staude aus dem Topf, sollte ein gut durchwurzelter Ballen mit hellen, fast weißlichen Wurzeln sichtbar werden und der Ballen darf nicht auseinander fallen. Eventuell sieht man sogar, ob eine Staude vitale Triebansätze hat, die einen Austrieb im nächsten Jahr gewährleisten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Pflanzen im Fachhandel ihre erforderliche Nährstoffversorgung bekommen haben, den Ansprüchen gerecht gewässert wurden, in geeignetem Substrat, artgerechten Topfgrößen und im Freiland standen.
[bearbeiten] Pflanzung
Beachten Sie bei der Pflanzung die Blütezeit der einzelnen Stauden und kombinieren Sie geschickt, damit in Ihrem Garten fast das ganze Jahr hindurch immer etwas blüht. Für abwechslungsreiche und lang andauernde Farbenspiele im Garten empfiehlt es sich, nicht nur im Frühling blühende Stauden zu pflanzen, sondern auch Sommer- und Herbstblüher. Im Fachhandel stehen diese Pflanzen ganzjährig zur Verfügung, so dass zu fast jeder Jahreszeit ein attraktives Beet angelegt werden kann.
Winterharte Stauden kann man sehr gut im Herbst pflanzen: Der Boden ist warm vom Sommer und schon wieder ausreichend befeuchtet durch Niederschläge, so dass optimale Anwachsbedingungen gegeben sind. Im September und Oktober gepflanzt, wurzeln die Pflanzen noch in demselben Jahr ein und der Gartenbesitzer kann sich im Frühjahr schon am kräftigen Pflanzenaustrieb freuen. In milden Lagen können Stauden, Blumenzwiebeln und Knollen sogar noch bis in den November gesetzt werden.
Je später gepflanzt wird, desto wichtiger ist es, mit Rindenmulch oder Rindenhumus zu mulchen, um zusätzlichen Schutz für die Ballen und Knospen zu haben: Bevor die Stauden gepflanzt werden, sollte der Boden bis zu 2o cm tief gelockert und Unkraut entfernt werden. Dennoch muss die Fläche im ersten Jahr der Staudenpflanzung noch regelmäßig gejätet werden. Je nach Bodenqualität und ausgewählten Pflanzen kann der Boden mit Humus oder Kompost angereichert oder mit Sand und Splitt abgemagert werden. Lassen Sie sich von Ihrem Gärtner beraten.
Die Pflanze wird so in die Erde gesetzt, dass ihre Wachstumsknospe auf Erdniveau liegt, oder dass die Oberkante des Erdballens nur knapp mit Erde bedeckt wird: Anschließend das Loch auffüllen, mit den Händen rund um die Pflanze fest andrücken und ausreichend gießen. Bei der Neuanlage einer Pflanzung ist es ratsam, die Gestaltung der Fläche insgesamt zu planen.
Zehn sind anfangs genug: Die Auswahl an Stauden ist enorm. Verlieren Sie am Anfang nicht den Überblick, es reicht, wenn Sie 'nur' zehn unterschiedliche Stauden kennen und diese jeweils in kleinen Gruppen von vier oder fünf Exemplaren pflanzen. Im zweiten Jahr breiten sich die Stauden aus und das Jäten reduziert sich auf den Abendrundgang durch den Garten. Hacken und Harken sind verboten, da sie die feinen Wurzeln der Stauden verletzen.
Am besten lässt man zwischen den Stauden einigen Abstand: denn wenn die Pflanzen angewachsen sind, kann es sonst im Beet schnell zu eng werden. Wer möchte, kann in der Anfangszeit die Zwischenräume mit einjährigen Sommerblühern füllen. Am besten fängt man mit der Pflanzung der großen und auffälligen Stauden - den so genannten Leitstauden - an, um das optische Gerüst im Beet zu bilden. Erst danach werden die niedrigeren Stauden bis hin zu den flächendeckenden Pflanzen gesetzt.
Im ersten Jahr deckt eine Schicht aus Rindenhumus den offenen Boden ab und gibt den frisch eingewurzelten Pflanzen Winterschutz, indem sie das Eindringen des Frosts verhindert.
[bearbeiten] Aussaat
Manche Stauden, wie Rittersporn oder die Jungfer im Grünen haben schon Samenstände, die man im August abernten kann: Man trocknet sie und kann sie dann im nächsten Jahr aussäen. Ausgeblühte Blütenköpfe und Samenstände sind ansonsten regelmäßig zu entfernen, man hat dann die Chance, dass sie nochmals blühen.
[bearbeiten] Pflege
Die Pflege der Stauden richtet sich nach den verwendeten Pflanzen: Bei geeigneter Arten- und Sortenwahl für den jeweiligen Standort kann das Resultat eine sehr pflegearme Staudenpflanzung sein. Meist ist das Jäten in einer eingewachsenen Staudenpflanzung auf gelegentliches Zupfen und Schneiden hier und da beschränkt, die Harke ist überflüssig geworden.
[bearbeiten] Bewässerung
Alle Stauden und Zierpflanzen, wie Hortensien mit ihren großen Blättern oder die Engelstrompeten muss man im Juli überwachen und sie ausreichend mit Wasser versorgen, sonst können sie schnell absterben.
Insbesondere Stauden und Gehölze in Gefäßen haben im Sommer einen hohen Wasserbedarf: Je kleiner die Töpfe oder Kästen sind, desto schneller trocknen sie aus. Um Trockenschäden zu vermeiden, müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen werden, am besten morgens oder am späten Nachmittag. Stauden und Gehölze, die in der prallen Sonne stehen, sollten mittags auf keinen Fall gegossen werden, denn durch die Brennglaswirkung der Wassertropfen können die Blätter beschädigt werden.
Wichtig ist es jetzt aber auch ständig zu kontrollieren, dass die Kübelpflanzen nicht in mit Wasser gefüllten Untersetzern stehen, da es jederzeit überraschend regnet. Es kommt sonst zu faulenden Wurzeln. Bei den größeren Ampelpflanzen aus der Gärtnerei sind oft unten am Topf Untersetzer befestigt, die man besser entfernt, um das überschüssige Wasser ablaufen zu lassen.
Statt vieler kurzer Wassergaben ist es besser, weniger häufig und dafür intensiver zu gießen: Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Wenn es sich unter oder im Gefäß staut, weil der Boden direkt auf dem Untergrund aufliegt, empfiehlt es sich, den Topf etwas höher zu stellen, beispielsweise auf kleine Tonfüßchen. Wer seine Pflanzen nicht regelmäßig selber gießen kann oder im Sommer in Urlaub fährt, sollte frühzeitig eine Vertretung organisieren oder die Pflanzen professionell versorgen lassen.
Pflanzen, die in 'Hanging baskets' stehen, trocknen sehr schnell aus und müssen ständig überprüft werden: Ratsam ist auch das Tauchen der Körbe, wenn man das Gefühl hat, dass sie zu trocken stehen. - Eine wöchentliche Düngung aller Pflanzen mit einem Flüssigdünger fördert das Wachstum: Achten sie bei der Düngerauswahl auf einen Volldünger, der auch Anteile an Spurenelementen hat.
[bearbeiten] Dünger
Damit sich Gehölze gut entwickeln, müssen sie ausreichend Nährstoffe aufnehmen: Sie sollten deshalb bis Ende August regelmäßig, ihren Ansprüchen entsprechend, gedüngt werden. Dann wird die Düngung eingestellt, damit die jungen, frischen Triebe vor dem Winter noch ausreifen können und nicht erfrieren. Eine Volldüngergabe kräftigt die Pflanzen, aber immer erst düngen, wenn die Staude feucht ist, sonst gibt es Verbrennungen.
Humusliebende Arten, die in der Natur am Waldrand wachsen, gedeihen besonders gut mit Kompostgaben im Frühjahr. Wird das verrottende Staudenlaub nicht weg geharkt, bringt auch diese Substanz Nährstoffe und Bodenpflege, ganz ohne Aufwand für den Gärtner.
Die Dahlien düngt man im Juli mit einer stickstoffarmen Gabe: Der Gemswurz, die Trollblume und der Feinstrahl werden auf circa 2o bis 3o Zentimeter zurück geschnitten. Bei der Lupine entfernt man die Mittelblüte und die Seitentriebe bringen dann neue große Blüten.
Egal, ob es sich um den Frühjahrsputz eines bestehenden Beetes oder die Neuanlage einer Staudenrabatte handelt, die Bodenvorbereitung ist das A und O für ein gutes Gedeihen der Pflanzen: Bei bestehenden Beeten wird im Frühjahr die obere Bodenschicht vorsichtig gelockert, um die Wurzeln und benachbarte Pflanzen nicht zu beschädigen.
[bearbeiten] Stützen
Eine wichtige Maßnahme ist das Stützen der Stauden im Sommer, die wetterbedingt einen extremen Wachstumsschub bekommen haben und schnell umfallen können: Standhilfen aus Metall lassen die Blüten zur Geltung bringen, die sonst auf dem Boden faulen würden und mit Grauschimmel überzogen werden. Abgeblühtes wird entfernt.
Sind zwischen den Stauden Lücken entstanden kann man dort Sommerblumen hineinpflanzen oder aussäen. Vergilbte Blätter bei den Tulpen und den anderen Zwiebelblühern lässt man noch an der Pflanze, damit sie ihre Reservestoffe an die Zwiebel zurückführen können. Die Horste oder Zwiebelklumpen der frühjahrsblühenden Blumenzwiebelarten können jetzt geteilt werden. Danach pflanzt man sie.
[bearbeiten] Rückschnitt
Große Hitze lässt viele Stauden und auch Zweijährige vorzeitig abblühen: Man schneidet daher die Blütenstände ab. Dann kann man eine zweite Blüte erwarten.
Am Beispiel des Sommerschnittes an Salvia nemorosa-Sorten kann man sehen, wie sich richtige Staudenpflege auswirkt: Salvia nemorosa, der Sommer-Salbei, blüht ab Ende Mai. Schneidet man ihn nach der ersten Hochblüte stark zurück, treibt er frisches, grünes Laub und neue Blüten nach. Die Blütezeit verlängert sich dann bis in den Oktober.
Während bei weichblättrigen Pflanzen wie Rittersporn ein Rückschnitt schon im Herbst erfolgen sollte, werden die abgestorbenen Teile von Blütenstauden mit sehr festen Stielen wie Schafgarbe [Achillea] und Sonnenhut [Rudbeckia] erst im Frühjahr zurückgeschnitten.
Für viele Stauden gilt aber, ab November die trockenen Blatt- und Blütenstiele bis auf zehn Zentimeter über dem Boden abzuschneiden, damit die Pflanzen im Frühjahr mit frischer Kraft austreiben. Aber Achtung: Die Überwinterungsknospen der Stauden sitzen bei vielen Gattungen nicht unter, sondern unmittelbar über oder direkt an der Erdoberfläche. Sie sind der Ausgangspunkt für das Austreiben der Pflanze im Frühjahr und dürfen nicht beschädigt werden.
Verwelkte Rosenblüten sind ebenfalls zu entfernen, damit sich neue Knospen bilden können. Rosenblätter, die sich zusammenrollen entfernt man ständig, da sie von der Rosenblattrollwespe herrühren, die dort im Inneren des zusammengerollten Rosenblattes leben.
[bearbeiten] Winterschutz
Obwohl Stauden winterharte Gewächse sind, sollten sie vor Frost geschützt werden. Vor allem Neupflanzungen brauchen einen Winterschutz, damit sie gut anwachsen. Lang anhaltende Frostperioden von minus zehn Grad, ohne Schnee, aber mit kaltem Wind und Sonnenschein, können beträchtlichen Schaden anrichten.
Als Deckmaterial eignen sich Fichtenreisig für wintergrüne Stauden, trockenes Laub oder Stroh für alle anderen Stauden. Gräser schützen sich selbst, wenn der Hobbygärtner das Laub zusammenbindet. Zurückgeschnitten wird erst im Frühjahr. Nicht geeignet sind Plastikfolien, sie bieten keinen Schutz vor Frost.
Immer- und wintergrüne Stauden wie zum Beispiel Schleifenblume, Flammenblume, Fetthenne, Steinbrech und Hauswurz werden - wenn überhaupt - erst spät im Jahr mit Reisig abgedeckt. Eine Abdeckung mit Laub empfiehlt sich zum Beispiel bei der Japanischen Anemone und der Staudensonnenblume. Ausladende Stauden wie Fackellilie, Palmlilie oder auch hohe Gräser wie das Pampasgras sollten locker zusammengebunden und das Herz mit einer robusten Laubschütte versehen werden.
Besonders frostgefährdet sind Steingärten und Trockenmauern in Südlagen, die ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Zum Schutz immergrüner Stauden werden auch hier Fichtenzweige verwendet. Sie haben den Vorteil, dass die Nadeln im Frühjahr abfallen, und die Stauden sich langsam an mehr Licht und Luft gewöhnen können.
Viele Arten haben im Spätherbst und über den Winter noch sehr interessante Frucht- und Samenstände, wie zum Beispiel Geißbart, Schafgarbe, Christophskraut, Freilandgloxinie oder Ziest, die mit Raureif überzogen wunderschön aussehen. Auch mehrere Gräserarten entwickeln gerade in der Winterzeit ihren besonderen Reiz. Hier ist ein Rückschnitt erst im Frühjahr empfehlenswert.
[bearbeiten] Krankheiten
Starke Feuchtigkeit macht es nötig, die Stauden im Hinblick auf Pilzkrankheiten ständig zu kontrollieren, denn sonst hat man bald keine Freude mehr an ihnen: Zur Kontrolle dreht man die Blätter um, achtet besonders auf die Blattunterseiten und schaut sich auch die Stängel an.
Die Stockrosen zeigen im Juli einen extrem starken Rostpilzbefall, erkennbar an den braunen Pusteln an den Blättern. Oft entdeckt man die pustelförmigen Erhebungen zum Beispiel auch bei den Malven, die auf einen Befall durch Rost hindeuten: Als erste Maßnahme entfernt man die besonders stark befallenen Blätter. Das macht man über einen längeren Zeitraum und unterstützt dann die Staude durch eine Kali-Magnesia-Düngung. Dadurch wird das Blattgewebe härter und der Pilz kann nicht so gut angreifen. Auch Rosen werden jetzt vom Rostpilz angegriffen, der sich durch seine rote Farbe verrät und auch an den Stängeln anhaftet. Ein Fungizid sollte hierbei zum Einsatz kommen.
Rhododendren kann man im Sommer vorsichtig schneiden und abgeblühte Blütenstände entfernen: Die Knospen der Rosen kontrolliert man auf Blattläuse und entfernt sie mechanisch durch Abstreifen oder durch eine Öl- Spülmittellösung, mit der man die Knospen ansprüht. Auch Neem-Präparate oder Teebaumöl [3 Tropfen auf 1oo ml Wasser] wirkt gegen diese Sauger.
[bearbeiten] Gestaltung
In vielen Gärten bilden Gehölze den Hintergrund und den Rahmen einer Bepflanzung. Im Vordergrund aber sind es vor allem die vielen Staudenarten, die den Garten durch Farben, verschiedene Größen und unterschiedliche Formen auflockern und gestalten. Das verlässliche Auf und Ab der Jahreszeiten spiegelt sich besonders schön in blühenden Stauden wider: das Schieben und Platzen der Knospen, das zögerliche Entrollen des Blattes, unbekümmertes Wuchern oder rasantes Aufsteigen eines knospenden Triebes, die Farbübergänge, herbstliche Farbwechsel, das plötzliche Sinken und Kippen von Stängeln, das Loslassen der Samen, verblühte Pflanzenteile, von Raureif umhüllt.
Eine Pflanzendecke aus Stauden wirkt effektiv gegen Unkraut und Erosion und schafft abwechslungsreiche Gartenbilder während des Staudenjahrs: Im Frühjahr werden früh blühende Stauden durch Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen etc. in ihrer Farbwirkung unterstützt, im Sommer folgen viele Beetstauden, die sich hervorragend mit Ziergehölzen kombinieren lassen und im Herbst überraschen Stauden, etwa mit den Herbstanemonen [Anemone hupehensis und Anemone japonica] noch einmal mit leuchtenden Farben und mit interessantem Blattschmuck.
Der Herbst ist die Zeit der Veränderungen: Der Sommer ist vorbei, die Blätter verfärben sich und der Garten bereitet sich langsam auf die Winterpause vor. Vorher erstrahlen jedoch die Herbstblüher, allen voran Stauden wie Astern, Herbstanemonen, Margeriten, Sonnenhut und Sonnenauge, in leuchtenden Rot-, Gelb-, Orange- und Brauntönen sowie Gräser mit schönen Herbstfärbungen noch einmal in den Gartenbeeten oder in Kübeln auf Balkon und Terrasse.
Die meisten Stauden sind - wie die Funkie - sehr gesellige Pflanzen, weshalb sie sich gut miteinander und mit Gehölzen kombinieren lassen. Sie werden daher auch als dienende Pflanzen bezeichnet. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Stauden erwerben, die für Ihre Bodenbeschaffenheit und Ihre Lichtverhältnisse geeignet sind. So erzielen Sie im Beet ein optimales Ergebnis.
[bearbeiten] Stauden für den Hauseingang
Was kann man eigentlich für Stauden an die Haustüre oder den Garteneingang pflanzen, die einen dort mit ihren Blüten begrüßen? Eine sehr dekorative Staude, wenn auch noch wenig bekannte Art für den Eingangsbereich, ist der Federmohn mit seinen großen blaugrün-gelappten Blättern. Er wird mit den Jahren immer schöner.
Auch das Greiskraut bietet ornamental viel und zeigt neben großen Blättern gold-gelbe Blüten. Die Stockrose eignet sich durch ihre Wuchshöhe und lange Blühdauer ebenfalls für die Hausnähe. Sehr geeignet ist auch die Taglilie, die gut am Hauseingang gedeiht und fast täglich neue Blüten öffnet. Es gibt viele neue Sorten.
[bearbeiten] Kombinationen mit Grau
Üppige Beetstauden mit kräftigen Farben sind die Könige des Gartens. Doch was wären sie ohne das bescheidene Fußvolk der Begleitpflanzen, das sie zur Geltung bringt und Lücken schließt? Die Farbe Grau wurde unlängst als effektvolles Gestaltungselement für blühende Staudenbeete entdeckt.
Grau verhält sich gegenüber anderen Farben neutral, schafft Übergänge und füllt Lücken ohne aufdringlich zu werden: Diese Farbe ist nicht fade, sondern offenbart bei näherer Betrachtung viele Nuancen. Eine Pflanzkombination nur aus Silber-, Blau-, Grün- und Lavendelgrautönen ist sehr spannungsreich, wirkt edel und kühl. In Staudenbeeten wird die 'Grauzone' zum harmonischen Übergang und zur tragenden Textur.
Bei den meisten graulaubigen Pflanzen sind die Blätter mit einem Pelz aus feinen grauen Haaren bedeckt. Dieser Mantel dient nicht zum Schutz vor winterlicher Kälte, sondern reflektiert die Sonnenstrahlen. Am Naturstandort sind diese Pflanzen starker Hitze, hoher Einstrahlung und Wind ausgesetzt. Sie haben sich durch die Behaarung an diese Lebensräume angepasst und schützen sich mit wachsartigen, wolligen Überzügen vor übermäßiger Verdunstung und Sonnenbrand. Das graue Laub verrät die Bedürfnisse der Pflanzen: alle bevorzugen einen sonnigen Standort mit durchlässigem, nährstoffarmem Boden.
Unter den Kräutern gibt es viele 'Graue Eminenzen': Die Edelrauten [Artemisia-Arten] bieten eine große Vielfalt. Vom kleinen Polsterbeifuß, der nur etwa zehn Zentimeter hoch wird, bis zur großen Eberraute oder dem Wermut [mit einer Höhe von einem Meter] können sie in allen Zwischenräumen eingesetzt werden. Heiligenkraut und Lavendel haben kleine Blätter, lassen sich gut durch Schnitt in Form halten und sind beliebte Begleitpflanzen.
Den höher wachsenden Salbei gibt es in verschiedenen Blattfarben, aber die graue Form [Sorte 'Berggarten'] hat große Blätter und gefällt zu allen Rosensorten, da sie auch mit höheren Nährstoffgehalten gut zurecht kommt. Der niedrige Orangenthymian bildet an Wegrändern und in Trockenmauern edle Duftpunkte. In den meisten Regionen sind der Rosmarin und das Currykraut nicht winterhart. Sie werden in schönen Töpfen einfach in die Beete gestellt und wandern im Winter an einen geschützten frostfreien Platz.
Niedrige Begleiter sind der Wollziest mit mäßigem Ausbreitungsdrang und die Walzenwolfsmilch, die sich als Gartenvagabund an allen sonnigen trockenen Standorten selbst aussät. Der Blauschwingel setzt als niedriges Gras blaugraue Akzente. Die blaublühende, blaugraue Katzenminze ist ein schöner Kontrast zu feurig leuchtenden Rosen oder Phlox.
Majestätische Pflanzen in blaugrau sind die Edeldisteln: Ihre Blüten werden gerne von vielen Wildbienen, Schmetterlingen und Käfern besucht. In Trockensträußen sind sie noch lange haltbar und schön.
[bearbeiten] Frühlingsblühende Zwiebelblumen und Stauden
Der Herbst ist die geeignete Pflanzzeit für frühlingsblühende Zwiebelblumen, die hervorragende Partner für Stauden sind: Durch die Kombination von Stauden und Zwiebelblumen lassen sich sehr harmonisch und natürlich wirkende Gartenbilder gestalten, die ab Februar attraktiv sind. Viele Stauden, wie zum Beispiel Tränendes Herz [Dicentra], Farne oder gelblaubige Gräser [Milium effusum 'Aureum'], haben schon vor der Blüte interessante Austriebe. Die roten Triebspitzen von Felberich [Lysimachia] bilden neben blühenden Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen, Winterling und Blaustern [Scilla] wunderschöne Kontraste und schaffen interessante Ansichten. Im Anschluss daran blühen die Stauden. Eine geschickte Zusammenstellung bietet ganzjährig interessante Aspekte mit Blüten, Blättern und Strukturen der Pflanzen.
[bearbeiten] Stauden im Heidegarten
Kombinieren Sie Stauden auch mit Heide: Verlängern Sie die Blütezeit im Heidegarten mit sommerblühenden Stauden. Ergänzen Sie den Herbstaspekt mit Gräsern.
[bearbeiten] Weitere Staudenarten
- Pfingstrose lat. Paeonia
- Eisenhüte lat. Aconitum
- Herbstanemonen
- Silberkerze lat. Cimicifuga simplex
- Fetthenne Sedum 'Herbstfreude'
[bearbeiten] Weblinks
- Mein Haus, mein Auto, mein Garten bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Winterharte Stauden im Herbst pflanzen bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Staudengarten im Juni bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Gartenbonsais und Stauden: Blütenfarbe ist nicht Alles bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Stauden in grgrau: Edel und bescheiden bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Stauden: perfekte Begleiter für Gehölze bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Lust auf Stauden: Der Sommer ist nah bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Staudengarten im August bei Gartentechnik.de
- Stauden im Sommer (Urfassung dieser Seite)
- Staudengarten im Juli bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Stauden als Hauptdarsteller der Frühjahrsbühne bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Auch Stauden vor Frost schützen bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Sommerzeit im Garten bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Staudenfrühling bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Staudenbeet: abwechslungsreich, spannend, vielseitig bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
- Stauden bei Gartentechnik.de (Urfassung dieser Seite)
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