Tomatenkrankheiten

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Die erfolgreiche Züchtung von Tomaten wird vor allem durch Krankheiten von Tomaten Krankheiten bedroht. Probleme bereiten im Hausgarten hauptsächlich Pilzkrankheiten, wie die Krautfäule und Braunfäule

Inhaltsverzeichnis

Pilzkrankheiten

Infizierte Tomaten

Im Tomatenanbau spielen tierische Schädlinge keine besondere Rolle: Probleme bereiten im Hausgarten hauptsächlich Pilz-Krankheiten, wie die Krautfäule und Braunfäule, die an schwarz-braunen Flecken der Blätter und Früchte zu erkennen ist, die entfernt werden sollten. Blätter und später auch der Stängel sterben ab. Ab Mitte August tritt die Krankheit deutlich sichtbar auf. Die Infektionen erfolgen aber bereits Ende Juni.

Insgesamt fördert Feuchtigkeit die Infektion mit Pilzkrankheiten. Deswegen muss der Tomatenbestand zwar ausreichend von unten gewässert werden, die Pflanzen selbst sollten aber möglichst trocken gehalten werden. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, muss Luft durch den Bestand wehen. Es darf also nicht zu dicht gepflanzt sein. Am besten funktioniert der Anbau in einem einfachen Gewächshaus oder unter einem Dach als Regenschutz.

Zur Vorbeugung gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule sollten die Blätter möglichst trocken gehalten werden. Da die Krankheit häufig von unten nach oben fortschreitet, entfernen Sie zuerst die Blätter, die den Boden berühren, und ab Erntebeginn alle weiteren Blätter unter der ersten Traube. Eine Mulchschicht aus Stroh hält den Boden feucht und verhindert Verschlämmungen. Zur besseren Fruchtentwicklung belassen Sie nur fünf bis sechs Fruchtstände an der Pflanze und entfernen Sie die Triebspitze. Eine Abdeckung der Freilandtomaten mit Folie ist ebenfalls eine gute vorbeugende Maßnahme.

Blütenendfäule

Der sogenannten Blütenendfäule liegt aber etwas anderes zugrunde: ein Mangel an Calcium in der Frucht. Der Calciummangel der Früchte kann verschiedene Ursachen haben: Zum einen tritt er auf, wenn der Boden mit Calcium unterversorgt ist, also einen zu niedrigen pH-Wert hat. Darüber hinaus spielt aber auch der Gehalt an bestimmten anderen Nährsalzen wie etwa Ammonium, Kalium, Magnesium und Natrium eine Rolle. Wenn die genannten Nährsalze in erhöhter Konzentration im Boden vorliegen, können sie die Calciumaufnahme behindern.

Calcium ist einer der Nährstoffe, die mit dem Wasserstrom aufgenommen und nach oben transportiert werden. Diese Wasserbewegung wird in erster Linie durch die Verdunstung aufrechterhalten, die einen Sog erzeugt. Der Wasserstrom stockt, wenn in zu trockenem Boden der Nachschub fehlt und der Salzgehalt hoch liegt, oder wenn die Pflanze wegen hoher Luftfeuchtigkeit kaum Wasser verdunsten kann. Unter solchen Umständen wird Calcium in der Pflanze zur Mangelware. Ungedeckter Calciumbedarf führt zum Zusammenbrechen der Zellwände, so dass gesundes Gewebe zusammenfällt und abstirbt.

Um der Blütenendfäule vorzubeugen, ist es zunächst wichtig, den Boden ausreichend mit Calcium zu versorgen: Außerdem sollte eine möglichst gleichmäßige Bewässerung und bedarfsgerechte Düngung stattfinden. Bei akutem Mangel kann Calcium zum Teil auch über gezielte Blattspritzungen mit speziellen Calciumdüngern, dem Calciumchlorid, zugeführt werden.

Stickstoffüberschuss

Schuld am Fruchtschaden kann auch ein Stickstoffüberschuss tragen, der die Pflanzen so stark wachsen lässt, dass die Zellen nicht mehr ausreichend mit Calcium ausgestattet werden können. Weiterhin bedeuten hohe Kalium- und Magnesiumgehalte im Boden eine Konkurrenz für Calcium, sie können die Ca-Aufnahme in die Wurzeln blockieren.

Missgebildete Früchte

Ein trockener weißer Ring auf den Früchten ist die Folge von ungleichmäßiger Wasserversorgung. Nach ergiebigen Regenperioden oder trüben Tagen nach Hitzeperioden steigt der Wasserdruck in der Tomate so stark, dass die Zellen der Früchte ringförmig platzen. Auch nach dem Köpfen oder starkem Ausgeizen benötigt die Pflanze eine gewisse Zeit, um sich auf die reduzierte Verdunstung umzustellen.

Die lustigen Nasen und Auswüchse an den Tomatenfrüchten sind durch das Erbgut bestimmt und können nicht beeinflusst werden. Hohle oder missgebildete Früchte entstehen durch eingeschränkte Befruchtung, die bei zu hohen Temperaturen [über 38 Grad Celsius], aber auch bei niedrigen Temperaturen [unter 15 Grad Celsius] vorkommt.

Salzarme, organische und angepasste Düngung, eine gleichmäßige Wasserversorgung, rechtzeitiges Ausgeizen und eine gute Sorte sind Voraussetzung für eine reiche Tomatenernte.

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