Wassergarten

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Gartenteich

Teichanlagen, Bäche, Kaskaden und Springbrunnen haben seit jeher einen hohen Stellenwert in der Gartenkunst: Das Element Wasser übt eine große Faszination und Anziehungskraft auf die Menschen aus und weckt eine ganze Palette von Empfindungen und Emotionen. Wasser ist Leben und Erfrischung. Die glatte Oberfläche stehender Gewässer schafft durch Spiegelung eine neue Dimension in der Wahrnehmung. Fließendes Wasser ist wie Musik: Der gleichmäßige Klang hat eine meditative, beruhigende Wirkung aufs Gemüt. Er lädt ein, in sich zu gehen, und die Gedanken zu ordnen. Fließendes Wasser bringt außerdem Bewegung in den Garten und es erzeugt ein positives Mikroklima, in dem viele Pflanzen hervorragend gedeihen.

Wasser, ob fallend, sprudelnd oder still ruhend, belebt auch den eigenen Garten: Als Teich zum Beispiel, umgeben von blühenden und duftenden Pflanzen, kühlt er die Füße seiner Besitzer, wenn sie auf der Suche nach Entspannung auf einem sonnenwarmen Holzsteg sitzen. Über die Wasserfläche fegen beschwingt bunt schillernde Libellen und kleine Vögel nehmen munter ein erfrischendes Bad. Schön ist Wasser auch als Bachlauf oder Sprudelstein im heimischen Grünen, denn wenn es gurgelt und plätschert, gerät der Garten - auch ohne italienische Renaissancevilla - buchstäblich in Bewegung!

Kein Garten ist zu klein, um dort Wasser integrieren zu können:

Inhaltsverzeichnis

Größenordnung

Kein Garten ist zu klein oder zu groß, um Wasser integrieren zu können. Formale Wasserbecken, Brunnen oder Quellsteine benötigen nur wenig Platz, naturnahe Teiche etwas mehr. Die Größe des Gartens ist allerdings entscheidend für den Gestaltungsspielraum: Wo der Raum beschränkt ist, gewinnen die einzelnen Elemente an Bedeutung - weniger ist dort oft mehr! Der Rat eines Fachmanns aus dem Garten- und Landschaftsbau ist Gold wert, denn er kann - gemeinsam mit dem Gartenbesitzer - vor Ort die Gegebenheiten prüfen, Gestaltungsvorschläge machen und diese mit dem richtigen Werkzeug und Know-how in die Tat umsetzen.

Natürlich oder formal gestaltete Teich- und Bachanlagen bilden einen wichtigen Bestandteil moderner Gartengestaltung. Vor allem naturnahe Bade- oder Schwimmteiche sind in den vergangenen Jahren sehr gefragt. Sie sind nicht nur attraktiver als ein Pool, sondern auch pflegeleichter, wenn sie professionell angelegt sind! Neben der Schwimmzone haben Badeteiche eine so genannte Filter- oder Regenerationszone, die mit Sumpfpflanzen und Uferpflanzen einen fließenden Übergang zur Uferbepflanzung bildet und für die Selbstreinigung des Gewässers sorgt.

Wasserpflanzen

Jeder Teich ist ein komplettes Ökosystem: Sorgfältig abgedichtet, entsteht eine eigene, komplexe, kleine Welt aus Wasser, Pflanzen und verschiedensten Kleinstlebewesen. Eine schöne Bepflanzung lässt einen Teich nicht nur natürlich erscheinen und bindet ihn harmonisch in den Garten ein, sondern die Pflanzen reinigen darüber hinaus auch das Gewässer ganz ohne Chemie. Durch Regen immer wieder eingebrachte Nährstoffe werden gebunden, so dass lästige Algen nicht allzu sehr wuchern.

Für jeden Platz in und um den Teich gibt es eine große Auswahl entsprechender Wasserpflanzen, wie zum Beispiel Seerosen [Nymphaea], Wasserhyazinthen [Eichhornia], Schwimmfarn [Salvinia], Sumpfdotterblume [Caltha palustris], Blutweiderich [Lythrum salicaria], Japanische Schwertlilie [Iris ensata], Schilf [Phragmites], Seggen [Carex] und verschiedenste Rohrkolbengewächse. Auch Art und Umfang der Randbepflanzung sollten der Größe der Wasseranlage angepasst werden: Große Büsche oder gar Bäume sind am Rand eines größeren Teiches wirkungsvoll, würden bei einer kleinen Wasserfläche aber störend wirken. Es ist sinnvoll, sich vom Landschaftsgärtner individuell beraten zu lassen, was für den eigenen Garten am besten ist.

Zu klein gilt nicht! Wasserspaß ist auch im kleinsten Garten noch möglich: Sogar auf engstem Raum wachsen Seerosen, Rohrkolben und Schwertlilien in bepflanzten Trögen oder Kübeln und bringen Lebendigkeit in den Garten.

Kleine Gärten

Klassische, formale Wasserbecken haben einen geringen Platzbedarf und eignen sich daher besonders gut für kleine Gärten: Besonders interessant wirken architektonisch gestaltete Wasserbecken, wenn ihre Form anderswo im Garten, zum Beispiel in der Beetgestaltung, wiederkehrt. Je nach Randbepflanzung und Wasserpflanzen lassen sich die Konturen eines Beckens auch sanfter gestalten, so dass es sich auch harmonisch in eine natürlich gestaltete Umgebung einfügen kann.

Die wenigsten Gartenbesitzer haben das Glück, natürliche Bachläufe oder sogar eigene Quellen auf dem Grundstück zu haben, aus denen sich die Anlagen speisen können: Meistens müssen die nötigen Wasseranschlüsse noch verlegt werden. Auch hierbei kann der Fachmann aus dem Garten- und Landschaftsbau beratend und tatkräftig zur Seite stehen.

Aufbau

Gartenteiche müssen dicht sein: Die Experten für Garten- und Landschaftsbau wissen wie es funktioniert und kennen sich in allen technischen Fragen aus.

Effektvoll tricksen: Häufig ist die Erde um künstlich angelegte Teiche trockener als in der Natur. Mit Pflanzen, die zwar wie Wasserliebhaber aussehen, aber Trockenheit vertragen, kann man eine harmonische Wasserlandschaft 'vortäuschen'. Dazu gehören zum Beispiel Dalmatinische Schwertlilie [Iris pallida], Funkien [Hosta] und Schaublatt [Rodgersia].

Hinweis

Kindgerecht: Kinder sind von Wasser im Garten fasziniert und sind sich der Gefahren oft nicht bewusst! Achten Sie bei der Planung deshalb besonders auf die Sicherheit von Kindern!

Weblinks

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